Dürfen wir Sie weiter zuscheißen?

Tausendmal gefragt, tausendmal ist nichts passiert: Jeder von uns hat in den vergangenen Tagen E-Mails bekommen, in denen sich Unternehmen mit Verweis auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erkundigen, ob sie weiter Newsletter und so Zeug verschicken dürfen. Gut daran: Wenn wir nichts machen, dann dürfen die das nicht mehr.

Entsprechend schleimig waren die meisten Anfragen formuliert: „Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig“, plötzlich.

Wir haben gestern, mehr so als Seitengag, eine ehrliche Anfragemail formuliert. Auf vielfachen Wunsch hier der Wortlaut:

Betreff: Ihre Daten sind uns schnurz

Sehr geehrte(r) Herr/Frau XXX,

Datenschutz geht uns am Arsch vorbei. Jahrelang haben wir Ihre Daten an jeden dahergelaufenen Windhund vertickt, der so blöd war, dafür etwas rauszurücken. Aber die EU, das perverse Bürokratiemonster, ist uns nun in die Parade gefahren. Wegen dieser Brüsseler Spacken müssen wir Sie nun im Ernst fragen, ob Sie das alles so wollen und wir Sie auch in Zukunft mit dem grenzdebilen Spam zuscheißen dürften, den Sie schon immer ungelesen gelöscht haben.

Also: Ist das okay? Oder, um verwirrend zu fragen: Dürfen wir nicht Ihre Einwilligung voraussetzen, dass wir keinen Spam mehr an sie schicken? So oder so: Klicken Sie hier.
HIER, VERDAMMT!

Das war’s schon. Und glauben Sie nicht, dass wir Ihre Daten löschen, bloß weil Sie nie nicht Nein gesagt haben.

Datengeschützte Grüße,
Ihre Newsletter-Heinis vom Kaktus Klub.

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