Wir wünschen eine Wonderful X-mas Time

Ihr wisst ja, wo es angemessen besinnliche Mucke gibt.

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Bestes Weihnachtsspecial der Welt

IMG_1582_Fotor_Q.jpgDas ist eine Weihnachtssendung, wie man sie im Radio selten hört: Die „Krautswelle“ vom Freien Radio Neumünster hat sich diese Woche mit der (oft ja nur so mittel) besinnlichen Jahreszeit beschäftigt, die wir gerade alle durchstehen müssen. Zum Einstieg gibt’s die Toten Hosen, dann die Einstürzenden Neubauten, melodiöser wird’s mit Element of Crime und Reinhard Mey. Bevor es dann aber doch zu gemütlich wird, schrammeln wieder Unheilig dazwischen.

Das kann man so stehen lassen: Die Sendung ist echt ziemlich unheilig. Was wir natürlich positiv meinen.

Warum wir das hier schreiben? Weil wir auch dabei sind: Gleich zwei Lieder von uns hat Moderator Horst with No Name rausgesucht, natürlich „Wonderful X-mas Time“ und unser Multiweihnachtslied „Das Christkind kommt“. Wir freuen uns riesig. Nicht zuletzt auch über Horsts Fazit: „Ein Hoch auf den Kaktus Klub, die können Weihnachten.“

Die Sendung empfehlen wir – auch aus anderen Gründen – zum Nachhören:

Interview mit einem Scherzkeks

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Vor gut einem Jahr ist unsere EP „Wonderful X-mas Time“ erschienen, am 11. Dezember 2017 veröffentlichte der „Fränkische Tag“ dazu ein Interview mit Matthias, unter der Überschrift „Scherzkekse zum Weihnachtsfest“. Da Ihr alle ja die Zeitung damals gekauft habt, könnt Ihr das Interview hier jetzt digital nachlesen.

Fränkischer Tag: Herr Kaufmann, Sie haben mit Ihrer Band Kaktus Klub gerade eine neue EP veröffentlicht, „Wonderful X-mas Time“. Aber so richtig warm ums Herz wird einem dabei nicht.

Matthias Kaufmann: Echt nicht? Dabei haben wir doch einen Kinderchor! Und Schlittenschellen! Und Glocken!

Schon, aber das klingt alles ironisch.

Da bin ich erleichtert, das soll es auch. Wobei: „Wonderful X-mas Time“ eignet sich auch zum romantischen Kuscheltanz beim Christbaum, wenn man nicht so genau auf den Text hört.

Warum so ironisch?

Wir machen uns als Musiksatiriker gern über Musikstile lustig, diesmal ist das Weihnachtspop. Allerdings ist das ja kein homogener Stil. Im Pop kann alles zur Weihnachtsmusik werden, man muss nur die Schlittenschellen dazu klimpern lassen. Das führen wir in „Wonderful X-mas Time“ vor. Ob ein Hörer das heimelig finden will, muss er selbst entscheiden. Wir zeigen natürlich schon mit dem Cover, dass wir den Kitsch nicht ernst meinen.

Das Cover zeigt einen Weihnachtsmann, der sich gerade auszieht.

Ja, das findet sich im Lied wieder. Es beschreibt einen Weihnachtsabend, an dem es um Sex geht und um Konsum. Also einen ganz normalen Abend, wenn wir uns an die Popkultur halten. Konsum ist das Dauerthema der Weihnachtszeit. Und in Weihnachtspopsongs geht es eigentlich immer nur um Liebe, nicht um Weihnachten. So wie in dem Klassiker von Wham, „Last Christmas“.

Sie meinen, ausgerechnet das ist kein echtes Weihnachtslied?

Genau. Es geht in dem Song um einen Flirt auf einer Skihütte. Wenn George Michael nicht im Refrain die Zeitangabe „Last Christmas“ wiederholen würde, könnte das auch zu jeder anderen Jahreszeit spielen. Es gibt da eine Legende: Demnach sollte das Stück zuerst „Last Easter“ heißen. Ich glaube nicht, dass die Geschichte stimmt, aber der Song funktioniert mit Ostern genau so gut. Oder Pfingsten oder Totensonntag.

Ist „Last Christmas“ vielleicht so etwas wie ein Vorbild?

Kommt drauf an, was damit gemeint ist. Jedes Jahr acht Millionen Dollar Tantiemen bekommen, für einen Song, den man vor 30 Jahren aufgenommen hat – das ist natürlich vorbildlich. Ansonsten gehöre ich zu denen, die eher ein bisschen genervt davon sind. Wobei das ja nicht die Schuld von Wham ist, niemand zwingt die Radiosender, das Lied so oft zu spielen. Andererseits: Ohne diese Übersättigung mit „Last Christmas“ hätten wir wahrscheinlich nicht „Wonderful X-mas Time“ aufgenommen.

Und was ist nun Ihr Beitrag zum Weihnachtspop?

Wir machen den Kitsch erträglich. In „Wonderful X-mas Time“, weil wir dazu rappen. Die Nummer „Das Christkind kommt“ haben wir musikalisch gleich so unweihnachtlich angelegt, dass nichts schiefgehen kann. Trotzdem werden da gleich mehrere Weihnachtsklassiker angespielt, wie„Leise rieselt der Schnee“ und „Oh Tannenbaum“. Wir haben daran viel Spaß – und mit etwas Glück nicht nur wir. – RK

Weihnachten klingt jetzt noch besser

Die Schellen schellen, die Schlitten schlittern und die Herzen großer Leuchten leuchten: Es ist endlich wieder Advent. Und was spielt man da? Richtig! Jedenfalls nicht „Last Christmas“.

Wir würden ja immer zu unserer Weihnachts-EP „Wonderful X-mas Time“ greifen, aber wir sind halt auch voreingenommen. Damit Ihr bald ebenso voreingenommen seid, haben wir unser feiertagsfeines Musikvideo für „Wonderful X-mas Time“ jetzt aufgefrischt und frisch aufgetischt: Da läuft ab sofort die klanggewaltige Remix-Version des Stücks auf der Tonspur, ein paar Detailänderungen gibt’s dazu – geschenkt.

Bitte gern auch lauter hören, klingt wirklich winterwunderbar.

Mit dem gebotenen Ernst

Liebe Gemeinde, blicken wir den Tatsachen ins Auge: Bald ist Weihnachten. Die Radios im ganzen Land geben ein trostloses Klangbild ab. Kitsch, wohin man auch hört. Deswegen haben wir für Euch auf Spotify eine Playlist zusammengestellt, mit der es auch an den Festtagen ordentlich knallt. Viel Spaß damit!

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Das ist die maximale Maxi-Version

Laut den Daten, die uns über Euch vorliegen, ist der durchschnittliche Hörer unserer aktuellen EP „Wonderful X-mas Time“ 36 Jahre alt. Alt genug also, um noch zu wissen, was eine Maxi-Version ist.

Früher gab es zu vielen Hits ja eine Maxi. Die war so groß wie eine LP, wurde aber mit der Single-Geschwindigkeit von 45 Umdrehungen pro Minute abgespielt, und enthielt drei bis vier Tracks. Meist kam zuerst die Single-Version, dann die Maxi-Version, dann auf der zweiten Seite die Vokal-Version und die Instrumental-Version. Die zweite Seite konnte man sich komplett sparen: Die Instrumental-Version war einfach das normale Lied ohne Sänger – sowas ist nur für Karaoke gut. Und für die Vokalversion hatte man die meisten Instrumente einfach ausgeschaltet, was noch öder klang.

Öde war aber auch, wenn man ehrlich ist, die Maxi-Version. Denn meist wurde die Länge des Originalstückes einfach nur dadurch gestreckt, dass man den Beat aus dem Stück schonmal 16 Takte lang extra spielte, bevor es losging. Und dann wurde einfach jeder Refrain doppelt so oft wiederholt. Fertig war der Lack.

Bei unserer Maxi-Version von „Wonderful X-mas Time“ ist das anders, da haben wir richtig dick aufgetragen. So gibt es gleich mehrere zusätzliche Instrumente, die zur allmählichen Steigerung beitragen: eine Kirchenorgel, Tubular Bells und Pauken. Außerdem erlauben wir der Perkussion, die es schon in der Normalversion gibt, ein kleines Solo. Das wichtigste ist aber, dass wir uns für den Refrain eine neue Basslinie ausgedacht haben, die die Melodie in einen neuen harmonischen Zusammenhang stellt. So wird der Refrain bei uns zwar auch öfter wiederholt, aber mit einer sich wandelnden Basslinie und Harmonik, sodass ein ganz neuer Spannungsbogen entsteht.

Ihr denkt Euch jetzt: bla bla? Müsst Ihr ja auch nicht wissen. Hört einfach rein. Aber sagt hinterher nicht, wir hätten Euch verheimlicht, warum unsere Maxi-Version trotz ihrer Länge überhaupt nicht langweilig ist.