Und wir so?

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Was macht Ihr eigentlich, wenn die Weihnachtszeit vorüber ist? Die Frage hören wir gar nicht so gern. Denn das klingt so, als ob wir nur so ein Haufen versprengter Weihnachtsmänner wären. Sicher, wir haben jetzt fünf Weihnachtstracks im Angebot, aber das ist ja nur  Hobby von uns. Demgegenüber stehen neun Tracks, die nichts mit Weihnachten zu tun haben. Könnt Ihr alles streamen.

Ist ja gut, wir arbeiten längst am nächsten Schwung neuer Songs. Wisst Ihr ja, das Album. Die vorab ausgekoppelte Single „Absolut“ kennt Ihr bereits. Der Arbeitsstand: Die meisten Aufnahmen sind im Kasten, acht von zehn Tracks abgemischt. Einer wird gerade arrangiert und dann gemischt, einer wird demnächst einem Remix unterzogen. Für zwei Stücke müssen noch zusätzliche Vocals aufgenommen werden. Alles andere ist schon recht vorzeigbar, dann kommt noch das Mastering.

Die Antwort war jetzt a bisserl zu detailliert, was? Vielleicht interessiert Euch ja wenigstens der grünlackierte Stiernacken auf dem Foto da oben. Das Bild entstand bei unserem jüngsten Videodreh im vergangenen Spätsommer. Den Film wird es zum Erscheinen des Albums dazu geben. So lange müsst Ihr Euch also noch gedulden, bis es eine Antwort auf die Frage gibt: Warum ist der Kerl so grün? (Wir können schon jetzt sagen: Bei der Frage „Warum trägt er sein Shirt auf links?“ werdet Ihr auch dann nicht schlauer.)

Kleiner Trost: Damit die Wartezeit nicht so lange wird, gibt’s hier bald eine Überraschung für Euch. Versprochen!

Musik ist ein Zitronenbaiser

Was macht Ihr eigentlich, wenn Ihr gerade keine Musik macht? Das ist eine Frage, die uns praktisch nie jemand stellt. Wir wollen sie heute aber trotzdem beantworten: Musikvideos gucken!

Damit wir die Filme, die uns besonders gut gefallen, leicht wiederfinden, haben wir in unserem YouTube-Kanal eine kleine Playlist angelegt mit dem vielsagenden Namen „Musik ist ein Zitronenbaiser“. Dort seht Ihr Norweger, die in der Straßenbahn Flikflak machen, japanische Girlbands, deutsche Schulhausmeister und – als erstes – eins der besten Musikvideos, die überhaupt je gedreht wurden.

Also, wenn Ihr mal schauen wollt: Bitte schön. Und nebenan gibt’s natürlich, in aller Bescheidenheit, auch unsere Musikvideos.

So schön war das Oktoberfest

Gestern haben sich die Zapfhähne auf der Theresienwiese geschlossen. Und man muss sagen: Das war schön, wirklich schön, so schön. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist schön nüchtern. Schöner ist eigentlich nur noch eins: Unser Video über die „Heimat“. Überzeugt Euch selbst.

Die komplette „Heimat“-Single erhaltet Ihr übrigens hier.

Es geht voran

Was macht eigentlich der Kaktus Klub gerade? Wollte der nicht nach seiner Single „Absolut“ ein neues Album rausbringen?

Yep, dit is richtig. Und wir stecken aktuell mitten in den Vorbereitungen. Während diese Zeilen geschrieben werden, spielt sich Helmut im Aufnahmeraum die Fingerkuppen auf der Gitarre wund. Und auf seinem neuen Akustikbass, by the way. Unser Rebellenschwein ist am Mischpult mit von der Partie – siehe das Foto oben.

Außerdem haben wir gestern fast den ganzen Tag in einem stillgelegten Gipssteinbruch verbracht, um in sengender Sonne unser nächstes Musikvideo zu drehen – auch das im Zusammenhang mit unserem Album. Auf dem zweiten Foto seht ihr Luftgitarrenkönig Andreas und einen namenlosen Kameramann bei der Arbeit.

Also: Es geht voran. Allerdings: Ob wir wirklich, wie geplant, das Album noch 2019 veröffentlichen, ist unsicher. Und das liegt vor allem an unserer etwas zu optimistischen Planung, müssen wir zugeben.

Wir halten Euch auf dem Laufenden. Bis dahin könnt Ihr ja das Stück, das Ihr aus dem Album schon kennt, noch ein bisschen laufen lassen: „Absolut“.

Warum Facebook nicht zu trauen ist, selbst wenn man denen Geld gibt

ReverseF.pngWir haben hier damit begonnen, unsere persönlichen Facebook-Fails aufzuschreiben, in loser Folge und total unrepräsentativ. Letztes Mal ging es darum, dass wir dem unsympathischen Kackbratzenladen unsere Musikvideos nicht mehr anvertrauen wollen – weil nämlich die Qualität unterirdisch ist. Das ist umso bemerkenswerter, weil es uns dann immer noch lieber ist, zu einem der anderen einschlägigen Kackbratzenläden zu gehen, namentlich zu YouTube.

Natürlich haben wir diesen Fail – da sind wir konsequent schizophren – auch auf unserem Facebook-Profil gepostet. Und es kam, wie erwartet: Der Post hat auf wundersame nur halb so viele Nutzer erreicht wie unsere sonstigen Beiträge. Ist natürlich nur ein dummer Zufall.

Eigentlich sollte man ja annehmen, dass der Kackbratzenladen zumindest allen, die unserem Account folgen, alle Neuigkeiten in die Timeline stellt. Aber das ist offenbar nicht immer der Fall.

So ein Verhalten ist nicht nur ausgesprochen kackbratzig, es sorgt auch nicht eben für eine gesunde Vertrauensbasis zwischen Anbieter und Kunden. Ja, Kunden. Schließlich sieht Facebook alle Bands als potenzielle Kundschaft, die bei ihnen Geld für Werbung bezahlen könnte. Ist ja prinzipiell richtig: Wir sind dort, um Reichweite zu bekommen, um möglichst vielen Menschen mitzuteilen, wenn es bei uns neue Musik gibt.

Dass dabei aber völlig intransparent bleibt, welche unserer Posts wie viele und welche Leser erreichen – suboptimal. Unser Eindruck ist: Facebook geht recht eigenwillig mit solchen Infos um. Ist ja auch mit Videos so: 2014 wuchs plötzlich die Zahl der Videos, die Facebook-Nutzer* „anschauen“, sprunghaft an. Was war passiert? Facebook hatte seine Technik umgestellt: Wurde ein Video vorher erst dann angezeigt, wenn man auf den Play-Button klickte, starteten die Videos nun automatisch, auch wenn man nur vorbeiscrollt. Der Kundschaft wurde erzählt: Seht her, so erfolgreich sind unsere Videos. Wie viel die Vorbeiscrollenden von dem Film wirklich mitbekommen, weiß kein Mensch verlässlich. (Die Kriterien, unter welchen Bedingungen ein angelaufenes Video tatsächlich als „gesehen“ gezählt wird, unterscheiden sich sogar innerhalb des Facebook-Reichs.)

Zugegeben, unsere Erfahrung ist dafür nur ein kleines Beispiel. Aber irgendwie erkennen wir hier ein Muster. Wem Facebook was zeigt, das entscheidet Facebook, klar. Aber die Richtschnur dafür ist weder das Interesse der Nutzer noch das der Werbekunden. Entscheidend ist immer nur, was Facebook nutzt.


* Ist ja irgendwie auch lustig, dass immer von Facebook-Nutzern die Rede ist. Wir lesende, videoschauende, katzenbildguckende und chattende „Nutzer“ sind ja eigentlich nur die Ware, die Facebook an Werbetreibende verkauft.

Warum Facebook (sonst noch) Mist ist

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Es wird derzeit viel Schlimmes über Facebook geschrieben. Dass das soziale Netzwerk Verschwörungstheorien und Falschnachrichten verbreite. Dass es Hass verstärke. Dass es so den Diskurs vergifte. Dass es unsere Wahlen gefährde. Und damit unsere Demokratie. Weil es Wut mit ungerechtfertigter Aufmerksamkeit belohne. Was nur denen nützt, die von hirnloser Wut leben, also Rassisten und Populisten.

All das ist wahr.

Aber Facebook hat ja auch gute Seiten, könnte man meinen. Zum Beispiel, dass man Kontakt zu Leuten hält, die man sonst leicht aus den Augen verlöre. (Wobei nicht sicher ist, ob das manchmal nicht besser wäre.) Oder dass es auch kleinen Krautern wie uns, die kein siebenstelliges Marketingbudget haben, die Möglichkeit gibt, mit unserem Krempel viele Menschen zu erreichen.

Aber das stimmt nur sehr eingeschränkt. Warum, das wollen wir Euch in loser Folge hier schildern. Heute: die Videos.

Wie Ihr ja wisst, machen wir zu dem einen anderen unserer Songs auch Musikvideos. Aber wer unsere Aktivitäten aufmerksam verfolgt, sieht auch: Nur die Hälfte davon findet sich auch auf Facebook. Seit mehr als zwei Jahren haben wir dort kein Video mehr hochgeladen. Oben seht ihr die vollständige Videoübersicht zu unserem Facebook-Profil.

Und das, obwohl Facebook zum Beispiel eigene Videos bevorzugt: Wer einen Film auf YouTube hochlädt und dann bei Facebook präsentiert, der erreicht auf der Plattform weniger Zuschauer, als wenn er denselben Film direkt bei Facebook hochlädt. (Zum Glück werden YouTube-Videos auch auf anderen Wegen gefunden.)

Das große Problem mit Facebook-Videos ist die Wiedergabequalität. Ihr könnt das leicht vergleichen, wenn Ihr von „Rebell“ und „Wonderful X-mas Time“ unsere Videos auf YouTube und Facebook hintereinander anschaut – dabei ist es der selbe Film, den wir dort hochgeladen haben (ja, der selbe, nicht der gleiche!).

Der Sound ist grauenvoll bei Facebook – und das ist katastrophal für Musikvideos. Vor allem die Höhen klingen – pardon our French – einfach beschissen, weil sie durch Kompressionsartefakte verzerrt werden. Offensichtlich werden die Dateien auf den Facebook-Servern stärker komprimiert.

Uns ist aufgefallen, dass das nicht bei allen Filmen auf der Plattform so ist. Warum, wissen wir nicht. Unsere Theorie ist, dass große Accounts, die sehr viele Zuschauer haben, bevorzugt behandelt werden. Jedenfalls haben wir alles mögliche versucht, um den Effekt abzustellen: Alle Upload-Einstellungen durchgetestet, mit unterschiedlicher Upload-Software gearbeitet, die Filme in unterschiedlichen Formaten hochgeladen, erfahrene Social-Media-Leute gefragt. Es half alles nichts.

Deswegen zeigen wir unsere Videos nicht mehr bei Facebook, sondern bei YouTube. (Leider ein Laden, der auch die Demokratie gefährdet, eigentlich aus den gleichen Gründen. Aber wenigstens die Videoqualität passt.)

Und was, wenn wir doch etwas übersehen haben? Was, wenn der Fehler bei uns liegt und es eine einfache Lösung für das Problem gibt?

Selbstverständlich ist das möglich. Aber wir halten es nicht für sehr wahrscheinlich. Wir sind für sachdienliche Hinweise dankbar, und wenn es tatsächlich einen Weg zur guten Videowiedergabe bei Facebook gibt, werden wir ihn gehen und Euch hier darüber informieren: Lieber so einen Irrtum einräumen als sich die Möglichkeit nehmen, noch mehr Zuschauer zu erreichen.

Dann stimmt aber immer noch all der andere Mist, den man völlig zu Recht an Facebook beklagt (und zugegeben: eine kaputte Demokratie ist deutlich ärgerlicher als ein paar kaputte Musikvideos). Und dann stimmt immer noch, was wir Euch hier demnächst an schlechten Facebook-Erfahrungen berichten werden. Stay tuned, wenn es heißt: Warum Facebook-Werbung für uns rausgeschmissenes Geld ist.