Heimat liegt vor Punk

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Jedes Jahr aufs Neue versuchen wir, in Günther Jauchs Jahresrückblick unsere Hitauswertung unterzubringen: Welche sind die beliebtesten Lieder vom Kaktus Klub? Jedes Jahr aufs Neue ignoriert uns die Redaktion, warum auch immer. Womöglich, weil die nötigen Zahlen zu Redaktionsschluss gar nicht vorliegen.

Das müsste man mal thematisieren: Der Rückblick läuft ja, bevor das betreffende Jahr abgelaufen ist. Also kann der Jahresrückblick maximal die ersten elf Monate des Jahres berücksichtigen. Als ob im Dezember nichts passieren würde! Fake News! Alarm!

Aber wir schweifen ab.

Dabei haben wir jetzt endlich die fehlenden Daten, und zwar weltexklusiv. Berechnet aus den Audiostreams und Videoabrufen ergeben sich diese Charts (und zwar für die kompletten zwölf Monate des Jahres 2018):

  1. Heimat (Volkstümliche Musik)
  2. Dumme Menschen (Punk)
  3. Wonderful X-mas Time (Pop/Hiphop)
  4. Rebell (Rock)
  5. Irish Rebel (Folk)

Erschreckend: das Hitpotenzial von Volksmusik. Und das, wo Komposition und Produktion quasi gar keine Arbeit machen (siehe unsere Ausführungen zur Frage: Ist volkstümliche Musik primitiv?). Vielleicht sollten wir doch eine Karriere in diesem Genre anstreben. Wenn man sich erstmal überwunden hat, könnte das ganz befriedigend sein, zumindest pekuniär. Und wer kriecht, kann nicht stolpern.

Natürlich sind in dieser Liste die Stücke im Vorteil, zu denen es auch ein Video gibt (hier auch jeweils verlinkt). Ohne Videos liegt plötzlich etwas ganz anderes vorn, insgesamt ändert sich aber nur die Reihenfolge der gleichen Titel:

  1. Irish Rebel
  2. Heimat
  3. Dumme Menschen
  4. Rebell
  5. Wonderful X-mas Time

Bemerkenswert: Da kommt Folk vor Volk, aber es bleibt bei Musi vor Punk. Was meint Ihr: Sollten wir öfter jodeln und schunkeln?

 

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Zahlt für das Shirt, nicht den Versand

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Da simmer jetzt janz unbescheiden: Unsere neuen Shirts sind total schnafte. Und damit Ihr wirklich endlich mal welche kauft, gibt es jetzt ein Sonderangebot: Wer bis einschließlich Samstag, 2. Februar bestellt, bekommt den Versand dazugeschenkt. Ihr müsst dazu nur unseren Spreadshirt-Shop aufsuchen und bei der Bestellung diesen Gutschein-Code eingeben: SHIP4U19. Konsumiert, bis Ihr glücklich seid!

Das haben wir jetzt davon. Und Ihr auch.

Wir hätten uns das wirklich früher überlegen sollen. Bevor wir angefangen haben, auf dieser Seite unter anderem Grüße an unsere Fans und Leser zu posten. Bevor wir in das Geschäft eingestiegen sind, hier in schöner Regelmäßigkeit frohe Weihnachten, frohe Pfingsten und frohe Sonstwas zu wünschen. Warum nicht gleich: frohe Verdauung und happy new Stuhlgang?

Aber jetzt ist es zu spät. Einmal begonnen – nie mehr entronnen.

Deshalb: Alles Gute fürs neue Jahr!

Auch wenn ihr von uns als letztes auf diesen Wunsch gewartet habt. Ist ja nicht so, dass Ihr däumchendrehend zu Hause gesessen und Euch gefragt habt: Wann werden uns wohl endlich diese Schlümpfe vom Kaktus Klub ein schönes Jahr wünschen? Je nu, da habt Ihr’s.

Was mitnichten heißen soll, dass wir’s nicht ehrlich meinen. Wir hoffen von ganzem Herzen, dass es euch gut geht. So gut, dass Ihr möglichst regelmäßig und häufig und noch lange unsere Musik hört.

Also: Schlürft noch mal von euren Prosecco, beißt noch mal von Eurem Berliner ab, und genießt das neue Jahr, mindestens solange es neu ist.

Wobei hier am Rande erwähnt sei, dass Berliner woanders Krapfen heißen oder Pfannkuchen. Deswegen zeigt das Foto oben einen Pfannkuchen. Wer will schon Berliner sehen? Oder Hamburger. Oder Castrop-Rauxeler.

Happy 2019 everyone.

Bestes Weihnachtsspecial der Welt

IMG_1582_Fotor_Q.jpgDas ist eine Weihnachtssendung, wie man sie im Radio selten hört: Die „Krautswelle“ vom Freien Radio Neumünster hat sich diese Woche mit der (oft ja nur so mittel) besinnlichen Jahreszeit beschäftigt, die wir gerade alle durchstehen müssen. Zum Einstieg gibt’s die Toten Hosen, dann die Einstürzenden Neubauten, melodiöser wird’s mit Element of Crime und Reinhard Mey. Bevor es dann aber doch zu gemütlich wird, schrammeln wieder Unheilig dazwischen.

Das kann man so stehen lassen: Die Sendung ist echt ziemlich unheilig. Was wir natürlich positiv meinen.

Warum wir das hier schreiben? Weil wir auch dabei sind: Gleich zwei Lieder von uns hat Moderator Horst with No Name rausgesucht, natürlich „Wonderful X-mas Time“ und unser Multiweihnachtslied „Das Christkind kommt“. Wir freuen uns riesig. Nicht zuletzt auch über Horsts Fazit: „Ein Hoch auf den Kaktus Klub, die können Weihnachten.“

Die Sendung empfehlen wir – auch aus anderen Gründen – zum Nachhören:

Interview mit einem Scherzkeks

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Vor gut einem Jahr ist unsere EP „Wonderful X-mas Time“ erschienen, am 11. Dezember 2017 veröffentlichte der „Fränkische Tag“ dazu ein Interview mit Matthias, unter der Überschrift „Scherzkekse zum Weihnachtsfest“. Da Ihr alle ja die Zeitung damals gekauft habt, könnt Ihr das Interview hier jetzt digital nachlesen.

Fränkischer Tag: Herr Kaufmann, Sie haben mit Ihrer Band Kaktus Klub gerade eine neue EP veröffentlicht, „Wonderful X-mas Time“. Aber so richtig warm ums Herz wird einem dabei nicht.

Matthias Kaufmann: Echt nicht? Dabei haben wir doch einen Kinderchor! Und Schlittenschellen! Und Glocken!

Schon, aber das klingt alles ironisch.

Da bin ich erleichtert, das soll es auch. Wobei: „Wonderful X-mas Time“ eignet sich auch zum romantischen Kuscheltanz beim Christbaum, wenn man nicht so genau auf den Text hört.

Warum so ironisch?

Wir machen uns als Musiksatiriker gern über Musikstile lustig, diesmal ist das Weihnachtspop. Allerdings ist das ja kein homogener Stil. Im Pop kann alles zur Weihnachtsmusik werden, man muss nur die Schlittenschellen dazu klimpern lassen. Das führen wir in „Wonderful X-mas Time“ vor. Ob ein Hörer das heimelig finden will, muss er selbst entscheiden. Wir zeigen natürlich schon mit dem Cover, dass wir den Kitsch nicht ernst meinen.

Das Cover zeigt einen Weihnachtsmann, der sich gerade auszieht.

Ja, das findet sich im Lied wieder. Es beschreibt einen Weihnachtsabend, an dem es um Sex geht und um Konsum. Also einen ganz normalen Abend, wenn wir uns an die Popkultur halten. Konsum ist das Dauerthema der Weihnachtszeit. Und in Weihnachtspopsongs geht es eigentlich immer nur um Liebe, nicht um Weihnachten. So wie in dem Klassiker von Wham, „Last Christmas“.

Sie meinen, ausgerechnet das ist kein echtes Weihnachtslied?

Genau. Es geht in dem Song um einen Flirt auf einer Skihütte. Wenn George Michael nicht im Refrain die Zeitangabe „Last Christmas“ wiederholen würde, könnte das auch zu jeder anderen Jahreszeit spielen. Es gibt da eine Legende: Demnach sollte das Stück zuerst „Last Easter“ heißen. Ich glaube nicht, dass die Geschichte stimmt, aber der Song funktioniert mit Ostern genau so gut. Oder Pfingsten oder Totensonntag.

Ist „Last Christmas“ vielleicht so etwas wie ein Vorbild?

Kommt drauf an, was damit gemeint ist. Jedes Jahr acht Millionen Dollar Tantiemen bekommen, für einen Song, den man vor 30 Jahren aufgenommen hat – das ist natürlich vorbildlich. Ansonsten gehöre ich zu denen, die eher ein bisschen genervt davon sind. Wobei das ja nicht die Schuld von Wham ist, niemand zwingt die Radiosender, das Lied so oft zu spielen. Andererseits: Ohne diese Übersättigung mit „Last Christmas“ hätten wir wahrscheinlich nicht „Wonderful X-mas Time“ aufgenommen.

Und was ist nun Ihr Beitrag zum Weihnachtspop?

Wir machen den Kitsch erträglich. In „Wonderful X-mas Time“, weil wir dazu rappen. Die Nummer „Das Christkind kommt“ haben wir musikalisch gleich so unweihnachtlich angelegt, dass nichts schiefgehen kann. Trotzdem werden da gleich mehrere Weihnachtsklassiker angespielt, wie„Leise rieselt der Schnee“ und „Oh Tannenbaum“. Wir haben daran viel Spaß – und mit etwas Glück nicht nur wir. – RK

Jetzt sind wir kommerziell geworden

Foto T-Shirt KKTS KLB Kachel

Wichtig ist ja, dass man etwas schenkt, was sich die Beschenkten im Idealfall wirklich schon sehr lange und allersehnlichst wünschen. Ein Kaktus-Klub-T-Shirt zum Beispiel. Und da haben wir heute, am 2. Advent, eine frohe Botschaft für Euch: Es gibt in unserem Shop jetzt ganz neue Designs. Und die sind so hammerheiß, dass wir gar nicht weiter Worte verlieren, sondern Euch gleich direkt dorthin leiten.

Die neuen Shirts gibt es für Damen, Herren, Teenager und sogar Babys. Und natürlich bleiben unsere bisherigen, wunderbaren Rebellen-Designs ebenso weiter im Angebot wie der No-Rudolph-Hoodie – passend, wenn Ihr eine nicht so traditionelle Vorstellung vom idealen Weihnachtsabend habt.

Wir freuen uns, wenn Ihr über diese Fummel bald schon sagen könnt: „Das hab‘ ich schon gekauft.“

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Weihnachten klingt jetzt noch besser

Die Schellen schellen, die Schlitten schlittern und die Herzen großer Leuchten leuchten: Es ist endlich wieder Advent. Und was spielt man da? Richtig! Jedenfalls nicht „Last Christmas“.

Wir würden ja immer zu unserer Weihnachts-EP „Wonderful X-mas Time“ greifen, aber wir sind halt auch voreingenommen. Damit Ihr bald ebenso voreingenommen seid, haben wir unser feiertagsfeines Musikvideo für „Wonderful X-mas Time“ jetzt aufgefrischt und frisch aufgetischt: Da läuft ab sofort die klanggewaltige Remix-Version des Stücks auf der Tonspur, ein paar Detailänderungen gibt’s dazu – geschenkt.

Bitte gern auch lauter hören, klingt wirklich winterwunderbar.