Chor plus Schlagzeugimitation – was’n ditte, bitte?

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Wir müssen nochmal drauf rumhacken: Am Sonntag habt Ihr die echt seltene Gelegenheit, Matthias‘ Schlagzeugimitation zusammen mit einem Jazz- und Soulchor zu hören, nämlich mit der Rhythm & Voice Connection. Dazu gibt’s den A-Cappella-Chor B’Noise – fettes Programm. Und zwar in der Friedenskirche in Hamburg-Altona um 17 Uhr.

Jetzt haben einige von Euch gefragt: „Häh?“ Und andere: „Hö?“ Was wohl in Schriftsprache heißen soll: Was kann ich mir darunter vorstellen? Wie klingt das?

Die Antwort bekommt Ihr hier. Wir haben nämlich ein paar Schnupper-Demo-Tracks vorbereitet von Matthias plus Chor. Die beiden Stücke, „50 Ways to Lover“ und „Hello“, stehen übrigens auch am Sonntag auf dem Programm.

 

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Mouth Percussion gibt’s jetzt wieder live

Der Mann sieht gar nicht aus, als hätte er ein komplettes Schlagzeug im Mund – Matthias klingt aber eindeutig so. Während das bei unseren Studioproduktionen meist nicht sonderlich auffällt, ist es aber live ein Erlebnis. Und zwar eins, dass Ihr kommenden Sonntag erleben könnt, das Erlebnis. Denn Matthias begleitet als Drum-Imitator wieder den Pop- und Jazzchor Rhythm & Voice Connection, etwa bei Adeles „Hello“ oder Paul Simons „50 Ways to Leave Your Lover“. Das ganze ist sogar ein Doppelkonzert, zusammen mit der Hamburger A-cappella-Formation B’Noise, deren Name völlig zu Recht für „Beautiful Noise“ steht. Eine seltene Gelegenheit – alle Infos seht Ihr hier.

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Könnt Ihr nichts anderes?

War wohl ein bisschen viel Volksmusik bei uns in letzter Zeit. Tatsächlich sind wir schon für eine echte Volksmusikgruppe gehalten worden. Das war als Kompliment gemeint.

Naja, jedenfalls wollen wir anlässlich dessen darauf hinweisen, dass wir noch ganz andere Musik gemacht haben, und davon eine ganze Menge. Oben seht Ihr die Cover aller unserer Veröffentlichungen – klickt mal drauf, dann gibt es Großansichten. Detaillierte Infos dazu findet Ihr in unserer Diskografie.

Wenn man allein die Songs aus der oberen Reihe nimmt, kommen wir auf diese Stilrichtungen: Volkstümliche Musik, Weihnachtspop, Funk, C64, Rock, Irish Folk, Hiphop, Punk, Barjazz.

Nicht übel, oder? Hier könnt Ihr in alles mal reinhören.

The Best from the Oktoberfest

Es soll noch immer Leute geben, die  unser wunderbares Musikvideo zu unserer nicht minder wunderbaren Volksmusikschunkelei „Heimat“ noch nicht gesehen haben. Obwohl es ja hier und hier verlinkt ist. Schade! All denen – aber auch allen anderen – widmen wir diese Bildergalerie mit den schönsten Szenenfotos aus unserem Video. Bitte durchklicken!

Beim ersten Mal…

…sah das Cover für unsere aktuelle Single „Heimat“ so aus:

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Auch hübsch, findet Ihr nicht? Es ist eine Originalszene aus dem zugehörigen Musikvideo: der Schlussakkord. Na gut, den Lichtreflex auf dem Tank haben wir nachträglich reingefummelt.

Wir haben uns dann aber doch für einen zweiten Versuch entschieden, und da für den pieselnden Lederhosenmann vor dem  erhabenen Rhön-Panorama. Einfach der Atemberaubendheit wegen. (Ob es das Wort wirklich gibt? – Selbstverständlich, stünde es sonst hier?)

Ganz umsonst war die Arbeit aber nicht: An einigen Stellen im Netz taucht das Motiv als Startbild für das Video auf. Hier zum Beispiel. Und da könnt Ihr dann auch die Szene zu dem Foto sehen.

Ist volkstümliche Musik primitiv?

„Ihr macht Volksmusik? Ernsthaft?“ Der Redebedarf war groß, als wir vor zweieinhalb Wochen unser Stück „Heimat“ veröffentlicht haben.

Die Antworten lauten natürlich: Ja. Und nein.

Aber wie das immer so ist, wenn wir eine Stilparodie machen: Je länger wir daran basteln, desto mehr finden wir uns in den Musikstil ein. Auch Musik, die wir vorher schrecklich fanden, liegt uns nachher am Herzen. Wobei wir an „Heimat“, hihi, nicht lange gebastelt haben.

Die Frage aus der Überschrift interessierte uns sehr. Oft stellt man ja fest, dass auch Stile, die auf den ersten Blick simpel erscheinen, tatsächlich komplexer sind, wenn man sich richtig damit befasst. Also, wie ist das mit volkstümlicher Musik: Ist die wirklich so primitiv, wie immer alle sagen?

Wir haben jetzt einschlägige Erfahrung und müssen sagen: ja. Wir haben „Heimat“ in rekordverdächtiger Zeit produziert. Weil einfach nicht mehr Arbeit nötig war. Nach eineinhalb Tagen saßen wir da, und haben überlegt: Müsste man hier noch verfeinern? Bräuchte es dort noch eine Wendung, die das Stück interessanter macht? Die Antwort war stets, nach reiflicher Überlegung (<4 Sekunden): Nö, dann wird’s zu kompliziert.

Dabei waren wir nicht einmal konsequent. In unserer Produktion verstecken sich ja doch ein paar Finessen, die sich im „echten“ volkstümlichen Schlager nirgends finden, weil Schlagerprofis nicht so einen Aufwand treiben – die wissen ja: es läuft auch ohne Mühe. Dass wir zum Beispiel das Begleit- und das Melodieregister des Akkordeons getrennt aufgenommen und in Stereo abgemischt haben. Dass wir ein echtes Akkordeon verwenden und nicht Keyboards, die so ähnlich klingen. Oder, o heiliger Sankt Rhythmus, die punktierte Hi-Hat im Schlagzeug. Klangintellektuelle Selbstbefriedigung ist das, wir bekennen uns schuldig.

Einen halben Tag extra haben wir noch in die Umarbeitung der Melodie gesteckt. Wir wollten sie noch einfacher haben als in der Urfassung des Tracks, die wir schon vor Jahren auf einem alten PC produziert haben – das Foto oben zeigt den Anschaltknopf des greisen Geräts.

Stellt man in Rechnung, dass volkstümliche Musiker andauernd sowas spielen, schätzen wir: In einem durchschnittlichen Volksmusik-Schlager steckt ein Tag Arbeit, mehr nicht. Dann muss wieder ein neues Stück vom Fließband plumpsen.