Geschenkt: Ein Kaktus gegen den Herztod

Heute gibt’s hier etwas geschenkt. Von uns. Für Euch. Weil Ihr Ihr seid. Und weil man in einer Welt hirnverbrannter CSU-Politikvortäuscher einfach ein bisschen Liebe geben sollte. Gegen den Hass und den Hirntod.

Heute schenken wir Euch eine original Liveaufnahme von uns, von unserem Stück „Oh Happy Cactus“. Das ist die Gospelversion zum „Kleinen grünen Kaktus“. Vor kurzem hatten wir das Stück zum Reinhören angeboten – in dem zugehörigen Blogeintrag könnt Ihr auch mehr über die Entstehung der Aufnahme erfahren.

Seit heute könnt Ihr „Oh Happy Cactus“ nicht nur bei Soundcloud streamen, sondern auch von dort runterladen. Klickt einfach oben in dem Soundcloud-Fenster auf das Symbol mit dem Pfeil, der nach unten zeigt. Vorwarnung: Ihr müsst Euch dafür bei dem Laden anmelden, mit E-Mail und Cookies und so, richtig DSGVO-mäßig. Wer das nicht will, kann weiter (vergleichsweise) anonym streamen.

Die Aufnahme könnt Ihr behalten, speichern, spielen so oft es Euer Herz begehrt. Viel Freude damit. Und viel Liebe. Ein Kaktus gegen den Hirn- und Herztod.

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Oh Happy Cactus

Ihr gehört zu den Unglücklichen, die uns damals noch nicht kannten, als wir uns noch „Comedian Rhythmists“ nannten? Und die kein Exemplar von unserer wunderbaren Live-CD „Kaktus“ kaufen konnten, die wir Ende 1998 produziert haben?

Von Zeit zu Zeit zeigen wir Euch hier, was damals so drauf war, auf der Scheibe. Diesmal: „Oh Happy Cactus“. Ja, das ist eine englische Version von „Mein kleiner grüner Kaktus“. Von dem Stück haben wir damals diverse Genreparodien gespielt, unter anderem als Blues, als Renaissance-Madrigal und als A-cappella-Techno-Track, selbstverständlich alles selbst geschrieben. Zu diesem Zyklus gehört „Oh Happy Cactus“ – als Gospel-Fassung.

Die Aufnahme ist roundabout 1996 entstanden, als Zugabe bei einem Auftritt in der Disharmonie in Schweinfurt, wie man an einer Stelle sogar deutlich hören kann. Ebenso, wie man hört, dass wir eigentlich schon ein ganzes Konzert hinter uns haben.

Wir hoffen, Euch macht das alte Live-Schätzchen viel Spaß. Den Blues aus dem Kaktus-Zyklus habt Ihr ja leider verpasst, den gab es als exklusiven Bonus für alle, die unsere EP „Rebell“ vorbestellt haben. Dafür immer noch erhältlich, ebenfalls live und ebenso alt: das Stück „Hip Hop Helau“.

Ein dreifach donnerndes…

Wenn Ihr den Satz in der Überschrift korrekt zu Ende bringen könnt, dann ist das folgende Angebot etwas für Euch: Hier kommt die Live-Version unseres allseits beliebten Karnevalsschlagers, „Hip Hop Helau“. Und das Beste ist: Den könnt Ihr nicht nur im Browser anhören, den könnt Ihr auch herunterladen, kostenlos und so legal wie ein Bützje beim Kölsche Straßenkarneval. Einfach auf das Symbol klicken, auf dem der Pfeil nach unten zeigt.

In diesem Sinne: Feiert schön!

P.S.: Wer wissen möchte, wie es zu diesem Stück hiphoppender Fastnachtsfolklore gekommen ist, der kann es hier nachlesen.

Was ist DAT denn?

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Aus unserer beliebten, aber von einem Massenpublikum weitgehend unbeachteten Reihe „Datenträger, die keine Sau mehr kennt“: Das ist neulich beim Aufräumen aufgetaucht.

Eine Musikkassette? Nein, das Ding ist deutlich kleiner und wird, wie (die ebenfalls ausgestorbenen) Videokassetten nur von einer Seite abgespielt. Es handelt sich um ein DAT, ein Digital Audio Tape. Der Clou: Trotz Tonband wird die Information digital gespeichert, und zwar in deutlich höherer Auflösung als auf CDs. Qualitativ waren DATs so gut, dass sie jahrelang für Profis die Tonträger der Wahl waren. Heute hat man großes Glück, wenn noch jemand ein Abspielgerät dafür hat.

Wir haben auf dieses Exemplar 1994 mehrere Studioaufnahmen gemastert, die wir auf diesen Mehrspurbändern aufgenommen hatten. Wichtiger noch: Dieses Band zeichnete  unseren historischen Liveauftritt im Eberner Rathaushof am 27. Juli 1996 auf. Die besten Aufnahmen davon sind zwei Jahre später auf unserer Live-CD erschienen.

Kaktus Club? Caktus Klub? Oder Kactus Club?

Wir scheinen ein Faible für schwierige Namen zu haben. Früher hießen wir ja „Comedian Rhythmists“. Das Beste daran war, bei Liveauftritten den Ansagern zuzuhören, wie sie sich damit abmühten. Und meist scheiterten.

Als wir unsere Band unter neuen Vorzeichen 2014 wiederbelebten, dachten wir: Der neue Name muss einfacher werden und besser zu merken sein. Kaktus Klub war schnell gefunden, weil wir früher auf der Bühne oft vom „Kleinen grünen Kaktus“ gesungen haben. Und wir dachten: Wenn wir den Leuten die Unterscheidung zwischen „C“ und „K“ ersparen, wird’s besonders leicht. Und besonders schick.

Wir machen aber die Erfahrung: Die Menschen hadern mit unserem Klub-K. Kann man ja auch verstehen, die Schreibweise ist ungewohnt (wenn auch keine Erfindung von uns). Und so kommt es, dass wir schon sehr viele verschiedene Schreibweisen unseres unerwartet schwierigen Namens gesehen haben. Siehe oben.

Deshalb hier die Regel:

Richtig ist es nur mit „K“ überall.

Herzlich, Euer Kaktus Klub.

Als wir noch radioaktiv waren

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Irre, nicht wahr? Wir haben tatsächlich nochmal so ein altes Tape gefunden, mit dem wir in den 90ern unsere Musik aufgenommen haben. Auf dem Acht-Spurband haben wir damals – so roundabout 1996 – das Stück „Radioaktiv“ produziert, eine geradezu epische Geschichte über Leute, die zwanghaft Radio hören müssen. Echt jetzt. Das Stück ist dann später auf unserer Comedian-Ryhthmist-CD (siehe hier in unserer Diskografie) erschienen.

Süß auch: In der Box steckte auch der Spurbelegungsplan (oben), mit dem wir akribisch ausgetüftelt haben, welches Geräusch und welcher Gesang an welcher Stelle auf welche Spur aufgenommen werden muss – schließlich ist Platz auf so einem Band eine knappe Ressource. Und ein Mischplan (unten), in dem drinsteht, an welchen stellen beim Überspielen aufs Masterband die Regler verändert werden müssen, ist auch dabei. Ein Mischpult, das sowas automatisch macht, konnten wir uns damals nicht leisten. (Heute auch nicht, aber weil Computer das genauso gut und viel billiger können, ist das nicht mehr schlimm.)

Zwei unerhörte Songs!

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Es gibt sie wirklich. Wir haben unsere verschollenen ersten Tapes wiederentdeckt, hinten links im Bernsteinzimmer. Ein schweres, analoges 16-Spur-Band, auf dem wir unsere ersten beiden Studioproduktionen gemacht haben, 1994 und 1995, auf einer Teac-Bandmaschine.

Die Songs sind acappella, für den einen haben wir nur 8 Spuren gebraucht, für den anderen 6, so passen beide nebeneinander drauf. Tapes waren teuer!

Damals nannten wir uns noch „Comedian Rhythmists“. Die Aufnahmen fanden wir ganz schön aufregend, das hat uns diebischen Spaß gemacht. Dennoch werdet Ihr diese Produktionen nie zu hören bekommen, sorry. Denn nichts davon würden wir heute genauso machen. Das sagen wir völlig frei von Bitterkeit: Ist doch schön, wenn man dazulernt.

Insofern gut, dass wir das Band wiedergefunden haben. So kann es niemand leaken und als Bootleg herausbringen – nicht auszudenken.