Kaktus Kristbaum

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Selig ein Landstrich, dem sich mehr als eine Tageszeitung widmet. Zum Beispiel Unterfranken. Nach dem „Fränkischen Tag“ hat sich jetzt auch die konkurrierende „Neue Presse“ unserer Geschichte angenommen.

Und schreibt so schöne Passagen wie diese: „Weihnachten ist ohne Maria unvorstellbar. Weihnachten ohne Mariah aber leider auch. Seit dem Abräumen der letzten Schokoosterhasen aus den Supermarktregalen begleitet uns ihr „All I Want for Christmas“ bis in die letzten Minuten des Heiligen Abends. […] Das muss nicht sein, findet der Kaktus Klub. Die ehemaligen Eberner entwerfen eine musikalische Alternative – ganz wie zu ihren Glanzzeiten als Comedian Rhythmists.“

Außerdem legt die Journalistin Tanja Kaufmann – die mit niemandem von uns verwandt oder verschwägert ist – die musikalische Botschaft unseres Stückes offen: „Einen Weihnachtssong zu komponieren geht einfacher als Plätzchenbacken. Man nehme eingängige Pop-Musik ohne große Höhen und Tiefen und schalte an der passenden Stelle eine Prise Schlittenschellen dazu.“

Das freut uns einmal mehr. Schade: Trotz aller Zeitungskonkurrenz verschwindet auch hier der Gesamtartikel hinter eine Paywall.

 

X-mas-Presse!

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Post aus der Heimat: Der „Fränkische Tag“ berichtet heute über „Wonderful X-mas Time“. Ganz besonders gefällt uns die Ortsmarke „Ebern/Hamburg“. In dem Artikel schreibt Sarah Dann: „Die vier haben ein Ziel: Satire statt Kitsch, „Wonderful X-mas Time“ statt „Jingle Bells“, witzig statt „auf Gedeih und Verderb harmonisch“. Den ganzen Text gibt’s hier (Pay-Artikel). Die schmeichelhafte wie prominente Erwähnung freut uns sehr.

Übrigens war es damals auch der „Fränkische Tag“, der als erste Zeitung einen größeren Auftritt von uns rezensiert hat, unser erstes eigenes Programm, noch 50 Minuten kurz, im Bamberger „Polarbär“. Aus der Kritik von Cornelia Daig-Kastura: „Die drei Studenten boten eine nahezu perfekte Show aus Musik, Kabarett und Comedy, für die sie stehende Ovationen ernteten.“

So, genug jetzt. Eigentlich wollen wir ja nur, dass Ihr „Wonderful X-mas Time“ gerne hört.

Frequently Asked Questions

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Wer seid Ihr eigentlich?

Wir sind Helmut Lang, J. Low, Off Topic und Andreas Voigt. Wir machen Musik, unter dem Namen Kaktus Klub.

Und was für Musik macht Ihr?

Vor allem parodieren wir Genres, wenn auch nicht immer. Wir sind früher mal als Musikkabarett aufgetreten. Jetzt machen wir Studioaufnahmen, aber die Haltung ist dieselbe. Unser mission statement: Was darf Satire? Grooven! Wir sind die Musiksa-Tiere des Pop. Und schuld an 8 Prozent aller miesen Wortspiele.

Wird man von Euch noch hören?

Klar. Aber das setzt voraus, dass man unsere Songs kauft. Wir sind zwar Profis, aber nicht als Musiker. Wir haben alle einen Job jenseits des Showbiz, den wir ganz gerne machen. Unsere Musikprojekte sind nicht unser Beruf. Aber immerhin sind wir so auch in unserer Freizeit weg von der Straße.

Tretet Ihr auch mal wieder auf?

Nö. Wir wohnen so weit auseinander – Proben unmöglich. Aber ab und zu treffen wir uns und machen Aufnahmen. Dazwischen balsteln wir zu Hause an den Songs und schicken die Ergebnisse hin und her. Das macht Spaß, probiert’s mal aus.

Stand Dezember 2015: Ihr habt zwei Singles rausgebracht. Was kommt da noch?

Abwarten. Wir haben eine ganze Menge fertig und noch mehr in Vorbereitung. ‚Nuff said.

Warum eigentlich „Kaktus Klub“?

Das ist Tradition. Unser früherer Name lautete Comedian Rhythmists. Den konnte keiner aussprechen. Damals fanden wir das lustig. Heute, mit immer mehr dritten Zähnen, haben wir selbst allmählich Probleme. „Kaktus Klub“ geht derzeit noch ganz gut. Außerdem erinnert es an den „kleinen grünen Kaktus“ der Comedian Harmonists. Zu deren Lied hatten wir früher mal fünf Coverversionen im Programm, in unterschiedlichsten Stilrichtungen. Daher unser neuer Name: in memoriam Kaktus. Siehe Foto.

Comedian Rhythmists?

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Es war einmal eine Band, die hieß „Comedian Rhythmists“. Es gab sie zehn Jahre oder so. Zeit, dass darüber mal geschrieben wird.

Denn sonst weiß irgendwann niemand mehr, wie es wirklich war. Was haben wir nicht schon alles rumerzählt. Denn: Wir waren das.

Als wir beim Casting zum Film „Comedian Harmonists“ nicht genommen wurden, waren wir so frustriert, dass wir erst arglose Passanten mit Bierdosen beworfen und schließlich den Song „Ein Freund, ein guter Freund“ veräppelt haben. Laut grölend, auf einer Straße in Babelsberg. Ein Produzent hörte das und brachte uns ganz groß raus.

Für einen lukrativen Ferienjob haben wir erst die Dialoge vom „Kleinen Maulwurf“ synchronisiert und dann eine CD mit pornografischen Anrufbeantworter-Sprüchen aufgenommen. In den Pausen stimmten wir gerne mal ein Lied an, um den Mädels im Studio zu imponieren. Ein Produzent hörte das und brachte uns ganz groß raus.

Wir sind auf einer Studentenparty nach 14 Tequila und einem 5-Liter-Kanister hochoktanigem Superbenzin ins Delirium gefallen und in unserem eigenen Erbrochenen wieder aufgewacht. Ein Kommilitone wollte uns mit Fotos erpressen, die zeigen, wie wir nackt auf der Freibadmauer nur die erste Hälfte des Michael-Jackson-Videos „Black or White“ nachspielen. Wir konnten ihn darauf runterhandeln, uns zu seinem Vergnügen auf einem „Antenne-Bayern“-Volksfest mit Renaissance-Madrigalen zu blamieren. Ein Produzent hörte das und brachte uns ganz groß raus.

Sie glauben keine dieser drei Geschichten? Recht so. Hier werden wir nach und nach die wahre Story posten. Falls Sie die aber gar nicht interessiert, ist das auch in Ordnung, denn wir haben ja auch eine Gegenwart.

Nicht als Comedian Rhythmists, sondern als Kaktus Klub. Mit neuer Musik, schon jetzt erhältlich. Dazu bald mehr.