Mr Johnsons Aktentasche für den Brexit

Bildschirmfoto 2020-06-15 um 22.25.03Unser Ziel ist es ja, den Menschen im Alltag zu helfen. Da wir nicht viel können, heißt das meist, dass wir  ein paar lustige Liedchen anbieten, die hoffentlich Eure Laune heben. Hin und wieder fällt uns aber auch etwas ganz praktisches ein.

Wir haben heute gelesen, dass Boris Johnson, jener britische Premier, der mit der Coronakrise und dem Brexit einen Zweifrontenkrieg gegen das eigene Volk angezettelt hat, derzeit viel Sport treibt, um ein wenig abzuspecken. Denn bisher hat er ja seine politische Leichtgewichtigkeit durch körperliches Übergewicht zu kompensieren gesucht. Was ihn aber bei seiner eigenen Corona-Infektion zusätzlich geschwächt haben könnte.

Und da haben wir was für ihn: Unsere wunderbare Sporttasche ist nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch verdammt gut aus, mit ihren Zierstreifen und dem sinkenden Union Jack. Das Signet „Drowning Street“ hätte eigentlich längst ein Slogan für die Johnson-Regierung werden müssen – wäre Johnson denn ehrlich.

Jedenfalls: Mit dieser Tasche macht er immer eine gute Figur, ob er nun zum Tennistraining auf dem Court des US-Botschafters in London antanzt oder zu weiteren sinnlosen Austrittsgesprächen mit den Brexit-Verhandlern der Europäischen Union. Eine Einigung will er ja nicht, das ist offensichtlich. Und da ist die Botschaft dieser Tasche spot on, wie man so schön sagt, wenn man es nicht schön sagt.

Ihr könnt Euch das schmucke Sammlerstück natürlich auch zulegen, ist gar nicht teuer. Sollte Johnson bei uns bestellen, hättet Ihr die gleiche Sporttasche wie der Premier des Vereinigten Königreichs. Wobei, streng genommen ist er praktisch nur noch englischer Premier; Schottland, Wales und Nordirland wollen eigentlich gar nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Aber an unserer Tasche, die es by the way auch in blau gibt, liegt das nicht!

Ihr braucht Masken? Bei uns bekommt Ihr Masken!

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Da gibt’s kein Vertun: Egal in welchem Bundesland Ihr bisher in Quarantäne gehockt habt – seit heute sind Mund-Nasen-Masken angesagt, etwa wenn Ihr Einkaufen geht oder mit Öffis unterwegs seid.

Was Euch gerade noch gefehlt hat: Wirklich angesagte Masken. Aber dafür habt Ihr ja uns. Wir bieten Euch gleich zwei Modelle an, und zwar da, wo Ihr auch die passenden Shirts, Hoodies und Caps bekommt.

Deal: Wer von Euch uns ein Foto schickt, auf dem er mit Kappe, Shirt und Maske im gleichen Kaktus-Klub-Design zu sehen ist, der bekommt das nächste Kaktus-Klub-Shirt geschenkt.

(Das Kleingedruckte: Wir behalten uns eine Prüfung des Fotos und des Kaufs vor. Mit der Übersendung des Fotos räumt Ihr uns ein einmaliges Veröffentlichungsrecht ein. Außerdem willigt Ihr unwiderruflich ein, dass Euer Erstgeborener den Namen Kaktus Klub bekommt.)

Liebes Corona-Tagebuch,…

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…heute ist Tag 17 in Isolation. Ich habe Netflix fertig geguckt, doch ich darf immer noch nicht raus. Außer zum Joggen und Einkaufen. Aber seit immer nur zehn Leute gleichzeitig in meinen Supermarkt rein dürfen, taugt Einkaufen nicht mehr zum Zeitvertreib. Neulich wurde ich nach vier Stunden rausgeschmissen. Und Joggen mag ich meinem Körper nicht länger zumuten. Schließlich habe ich die Sachen, die ich in den vergangenen drei Wochen gehamstert habe, alle aufgegessen.

Deswegen, liebes Tagebuch, habe ich mit Dir angefangen. Ich finde es schlimm genug, schon so lange Zeit mit mir allein zu sein. Aber so kommt dabei vielleicht wahre und tiefe Literatur heraus. Ich traue mir das zu. Ist doch krass, wenn man schlimme Erfahrungen aufschreibt, nicht wahr? So schonungslos.

Außerdem will ich, dass aus meiner Corona-Zeit etwas Besonderes erwächst. Etwas, das bleibt. Etwas, das mich von anderen unterscheidet. Mein Corona-Tagebuch, ein Akt des persönlichen Ausdrucks. So wie Ausdruckstanz, ich will wie Pina Bausch für das Genre des Tagebuchs sein. Und ein Dokument der Zeitgeschichte, das den Nachgeborenen ungeschönte Einblicke in diese merkwürdige Zeit bietet.

Die erste Seite ist vollgeschrieben – meine Corona-Taufe. Jetzt habe ich etwas eigenes.

Nun kann ich schreiben, wie einsam ich mich fühle. Einsamkeit, das ist ein ganz großes Gefühl. Aber so malträtiert meine Seele auch dasteht, ich bleibe positiv. Last soul standing.

Das hilft nicht nur mir, damit inspiriere ich andere, wenn sie dieses Tagebuch lesen. Ich habe das Gefühl, diese Gefühle müssen in die Welt hinaus. Die Welt verändern! Denn: Corona kann uns nichts, wenn wir nur positiv bleiben. Dann kann uns Corona mal.

Liebes Corona-Tagebuch, ich bin nun selbst ganz ergriffen von diesen Gedanken, diesen krassen Gedanken. Ich spüre, da reift noch mehr. Daran will ich anknüpfen, morgen.

Illustration von Free-Photos auf Pixabay

Wir sind für Euch da, was auch immer das heißt

cactus-1842095_1920.jpgEs ist Coronakrise, und in dieser schweren Zeit müssen wir alle zusammenstehen, weil fast niemand mehr mit jemand anderem zusammenstehen darf. Und deswegen wollen wir Euch wissen lassen: Wir sind auch in dieser schweren Zeit für Euch da. Zum Beispiel, indem wir da sind. Und nicht woanders.

Außerdem werden wir uns in den kommenden Wochen noch total knorke Sachen für Euch einfallen lassen, mit denen Ihr die Langeweile in der schweren Zeit der Ausgangssperren, Isolationen und Quarantänen verkürzen könnt. Zumindest, wenn Ihr nicht schon total ausgelastet damit seid, die anderen total knorken Sachen zu machen, die sich Künstler, Vereinigungen und Firmen einfallen lassen, um Euch die schwere Zeit der Ausgangssperren, Isolationen und Quarantänen zu verkürzen.

Und mit denen sie Euer Postfach fluten, weil Ihr so unvorsichtig wart, beim letzten Kontakt vor etwa acht Jahren der Speicherung Eurer E-Mail-Adresse zuzustimmen. Nur um im Gegenzug diesen total knorken 4-Euro-Gutschein abzustauben. Den Ihr aber doch nie eingelöst habt, weil der erst ab einem Mindestbestellwert von 1499 Euro gilt und spätestens sechseinhalb Minuten nach der Anmeldung hätte eingelöst werden müssen.

Bei der Gelegenheit fällt uns ein, dass wir Euch daran erinnern wollten, zu Hause zu bleiben, je nach Façon mit dem Hashtag #stayhome, #wouldyoupleasecaretostayinside oder #staythefuckathomeyoufuckingsonsofafuckingbitch. Aber nicht mit palettenweise Klopapier.

Und zu Hause dann könnt Ihr all den total knorken Dingen nachgehen, die wir und andere Leute Euch so unter die hoffentlich nicht triefende Nase reiben, um Euch die Dings zu verkürzen. In dieser schweren Zeit.

Illustration von Pexels, Pixabay

„Aufgrund der Coronakrise…“

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Man kann ab und zu ein klein wenig dankbar sein für die Coronakrise. Nicht missverstehen: Die schweren Krankheitsverläufe sind furchtbar, und es ist entsetzlich, wenn Nahestehende zu den Opfern gehören.

Aber wenn es etwas Positives gibt, muss man es halt auch sehen: Die Pandemie sorgt derzeit dafür, dass Menschen weltweit Fünf gerade sein lassen. Und zwar in einem zuvor ungekannten Maßstab. Das Verständnis für die Unzulänglichkeiten der Mitmenschen ist geradezu grenzenlos.

Warum? Weil alles glaubhaft mit Corona begründet werden kann. Habt Ihr einen Lieferengpass? Corona. Bekommt Ihr einen Auftrag nicht schnell genug fertig? Corona. Wolltet Ihr eh demnächst ein paar der renitenten Wichte achtkantig rausschmeißen, die in Eurem Kleinbetrieb anstelle echten Personals die Räume vollpupen? Corona.

Die Begründungen – sogar ernstgemeinte und glaubhafte – für Unzulänglichkeiten aller Art beginnen derzeit ausnahmslos so: „Aufgrund der Coronakrise ist es uns derzeit leider nicht möglich…

  • …die Produktion aufrecht zu erhalten.“
  • …den Pitch rechtzeitig fertigzustellen.“
  • …Ihre Stelle fortzuführen.“

Groß hinterfragt wird das eigentlich nicht. Alle sind voll ausgelastet damit, Ihren Platz in unserer neuen Dystopie zu finden. Und es sieht jeder sofort ein, wenn jemand anderes sich ebenfalls schwertut.

Da stimmen wir dann mal ein: Aufgrund der Coronakrise können wir derzeit nicht garantieren, dass wir den avisierten Releasetermin für unser Album einhalten.

Ist im Weltvergleich eher einer der kleineren Schäden. Aber trotzdem blöd. Ein, zwei Studiotage fehlen uns noch, doch ob die Anreise klappt, steht in den Sternen, und der nächste Aufnahmetermin damit auf der Kippe. Werden sehen. Und halten Euch auf dem Laufenden, ab jetzt jeden Werktagabend direkt im Anschluss an das Briefing des Robert-Koch-Instituts.

Schöne Scheiße, oder? Wir wünschen Euch allen gute Gesundheit.

Illustration: Klaus Hausmann, Pixabay

Das Lied über Corona-Party-Spacken

Wir sind hier ja sonst eher ironisch unterwegs, aber heute heute gelingt uns das nicht so gut – wir bitten um Nachsicht. Uns ist nämlich aufgefallen, dass wir bereits 2016 ein Stück geschrieben haben über Leute, die aus Trotz auf Corona-Partys gehen und dabei sich und und die halbe Welt anstecken; Leute, denen bei all dem Spaß, den sie haben, egal ist, ob die Chemo-Patientin von nebenan bei der Pandemie um ihre Leben fürchten muss; Leute, die sagen: geht mich nichts an, ich bin ja kein alter Sack, der das Virus fürchten müsste, warum also sollte ich mich einschränken?

„Ich scheiß‘ auf alle Regeln – ich bin ein Rebell.“

Klar, das Corona-Beispiel konnten wir damals nicht aufbieten, dafür tauchen immerhin ungeschützte One-Night-Stands auf. Das Muster ist vergleichbar: Rücksichtslosigkeit wird als Rebellentum missverstanden – so leicht machen es sich viele moderne „Rebellen“. Ihnen gilt unser Lied „Rebell“. Hört doch mal rein, am besten vielleicht allein.

Ode an die Frauen

Es ist Frauentag – herzlichen Glückwunsch allen, die sich angesprochen fühlen. Über das komplizierte Verhältnis zwischen Männern und Frauen haben wir mal ein Lied geschrieben: „Wir lassen die Puppen tanzen“. Kleiner Spoiler: Wir lassen die Puppen nicht tanzen. Hier könnt Ihr es zur Probe hören. Oder Ihr streamt es gleich in voller Länge.