Es geht voran

Was macht eigentlich der Kaktus Klub gerade? Wollte der nicht nach seiner Single „Absolut“ ein neues Album rausbringen?

Yep, dit is richtig. Und wir stecken aktuell mitten in den Vorbereitungen. Während diese Zeilen geschrieben werden, spielt sich Helmut im Aufnahmeraum die Fingerkuppen auf der Gitarre wund. Und auf seinem neuen Akustikbass, by the way. Unser Rebellenschwein ist am Mischpult mit von der Partie – siehe das Foto oben.

Außerdem haben wir gestern fast den ganzen Tag in einem stillgelegten Gipssteinbruch verbracht, um in sengender Sonne unser nächstes Musikvideo zu drehen – auch das im Zusammenhang mit unserem Album. Auf dem zweiten Foto seht ihr Luftgitarrenkönig Andreas und einen namenlosen Kameramann bei der Arbeit.

Also: Es geht voran. Allerdings: Ob wir wirklich, wie geplant, das Album noch 2019 veröffentlichen, ist unsicher. Und das liegt vor allem an unserer etwas zu optimistischen Planung, müssen wir zugeben.

Wir halten Euch auf dem Laufenden. Bis dahin könnt Ihr ja das Stück, das Ihr aus dem Album schon kennt, noch ein bisschen laufen lassen: „Absolut“.

Alles krass

Social Card Rechts links

Absolut, absolut – Zwischentöne sind derzeit nicht so angesagt. Darum geht es auf unserer aktuellen Single, „Absolut“. Und mit Grafiken wie diesen hier zeigen wir, welche Blüten das so treibt. Hier eine kleine Sammlung der Grafiken, die bereits erschienen sind:

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Ist das Eure neue Single? – Absolut, absolut!

Cover Absolut Single Perspektive.png

„Bist du nicht für mich, dann bist du gegen mich
Bist du nicht rechts, bist du wohl links“

Liebe Freunde, sie ist da: Unsere neue Single „Absolut“ kann ab heute auf allen Streaming-Services gespielt werden, zum Beispiel bei Spotify, Apple Music, Amazon, Google oder Napster. Oder, besser noch, zumindest für uns: Ladet sie Euch runter!

Ganz gleich, ob es um existenzielle Fragen geht („Gibt es ein Leben nach dem Tod?“) oder um Nebensächlichkeiten („Grillst du die Würstchen auf der Glut?“): Stets lautet die Antwort: „Absolut, absolut“. Öffentliche Debatte ist heute nur noch absolut Schwarz oder absolut Weiß – dazwischen gibt es nichts.

Daraus haben wir die knackscharfe Hiphop-Hymne „Absolut“ gemacht. Mit gewaltigen 80er-Jahre-Synthies und einem erdrückenden Rock-Refrain, dessen Melodie Euch nicht mehr loslassen wird. Kompromisslos ist das Snare-Drum-Ostinato, das Euch durch den gesamten Track prügelt, ätzend das Gitarrensolo, brachial der Höhepunkt, überraschend unversöhnlich der Schluss.

Die Single ist der Vorbote für das gleichnamige Album, das in der zweiten Jahreshälfte erscheinen soll. Und sie setzt den Ton: Beißender Sarkasmus, eigenständiger, oft elektronischer Sound.

Wir sind gespannt, wie Euch der Track gefällt! Und ganz wichtig für uns: Spread the word, wenn er Euch gefällt, empfehlt ihn weiter!

Ganz heiß auf kalten Hund

Jetzt steht es fest: Unsere neue Single, die in der kommenden Woche erscheint, wird bei einem neuen Label veröffentlicht. Und das Album, das wir in der zweiten Jahreshälfte herausbringen wollen, ebenfalls. Und zwar bei – Trommelwirbel! – Colddog Records.

Colddog Logo blau.png

Der Schritt weg von unserem bisherigen Label Éclaire hin zu Colddog ist kleiner als er ausschaut: Dahinter steckt dieselbe Plattenfirma, CEC Records. Nur, dass wir jetzt eben bei deren Label für Independent Music laufen, weil die finden, dass wir da besser reinpassen.

Finden wir übrigens auch, es gibt ein paar sehr sympathische und hörenswerte musikalische Nachbarn dort. Hört doch mal rein!

Warum wir bei Facebook keine Anzeigen mehr schalten

screenshot_1309.pngEinmal noch müssen wir unseren Rochus über Facebook loswerden. Wer es noch nicht hier und hier gelesen hat: Wir finden den Laden nicht so dolle, und zwar nicht (nur) aus den handelsüblichen Gründen, also Zeitverschwender, Falschinformierer, Demokratiegefährder, Alte-Säcke-Medium usw.

In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder mal Anzeigen bei Facebook geschaltet. Nämlich wenn wir neue Musik am Start hatten. Wäre ja schön, wenn das möglichst viele Leute mitkriegen. Jetzt steht wieder eine Veröffentlichung an, in wenigen Tagen erscheint unsere neue Single.

Aber wir werden keine Anzeigen bei Facebook mehr schalten.

Und da können die uns noch so viele Gutscheine wie den oben abgebildeten dazugeben. Das wird nix mehr.

Das klingt jetzt wie eine superkonsequente Sache: Krass, dass sich Kaktus Klub das leisten, oder so. Ist es aber nicht. Wir werden den Unterschied gar nicht merken, unsere Musik werden genau so viele Leute hören wie ohne Facebook-Anzeigen.

Zwar stimmt es wahrscheinlich: Wenn man so eine Anzeige schaltet, dann wird der beworbene Post öfter bei Facebook angezeigt (zumindest behauptet das Facebook, prüfen können wir das ja nicht). Und ab und zu gibt es sogar Likes. Das Problem ist: Die meisten der Likes, die wir so bekommen, sind nicht ehrlich. Und wer uns nicht ehrlich liked, hört auch unsere Musik nicht.

Das können wir leicht erkennen. Da unsere Texte auf Deutsch sind, und da es bei Musiksatire ja auch wirklich auf den Text ankommt, stellen wir die Anzeigen immer so ein, dass Facebook sie eigentlich nur deutschsprachigen Nutzern zeigt. Die Leute sollen ja auch etwas davon haben.

Die Likes, die wir dann bekommen, stammen aber in großer Zahl von Leuten aus dem Nahen Osten und aus Zentralasien. Die wenigsten von denen werden Deutsch verstehen.

Um nicht missverstanden zu werden: Jede/r Mensch darf selbstverständlich unsere Musik hören, wir freuen uns über jede/n Hörer/in, gleich welcher Herkunft. Aber der Auftrag an Facebook war, unsere Musik vor allem Leuten zu zeigen, die auch technisch die Chance haben, alles zu verstehen, was wir da machen. Viele der Likes, die wir so bekommen, sehen aus wie Leute, die fürs Klicken bezahlt werden – warum sollten sie sonst liken, was sie nicht verstehen?

Und die Likes sind nach wenigen Wochen oder Monaten auch wieder weg. Übrig bleiben die, die wir eh schon hatten. Dafür brauchen wir Facebook kein Geld zahlen.

Nun kann man seinen Groll über diese Merkwürdigkeiten auch in Nutzerforen des Netzwerks schreiben, in denen angeblich öfters Facebook-Mitarbeiter vorbeischauen um zu helfen. In diesen Foren haben wir erfahren: Anderen geht es auch so. Und Abhilfe gibt es keine. Schreibt man den Support direkt an, erhält man nur automatisierte Antworten, in denen etwas von „technischen Schwierigkeiten“ fabuliert wird.

Facebook hat ja sein Geld schon.

Also: Facebook-Posts über unsere neue Musik werden wir natürlich weiter machen. Es gibt genug Freunde auf dem Netzwerk, die wir auf diesem Weg erreichen. Nur Geld wird Facebook von uns nicht mehr bekommen.

Warum Facebook nicht zu trauen ist, selbst wenn man denen Geld gibt

ReverseF.pngWir haben hier damit begonnen, unsere persönlichen Facebook-Fails aufzuschreiben, in loser Folge und total unrepräsentativ. Letztes Mal ging es darum, dass wir dem unsympathischen Kackbratzenladen unsere Musikvideos nicht mehr anvertrauen wollen – weil nämlich die Qualität unterirdisch ist. Das ist umso bemerkenswerter, weil es uns dann immer noch lieber ist, zu einem der anderen einschlägigen Kackbratzenläden zu gehen, namentlich zu YouTube.

Natürlich haben wir diesen Fail – da sind wir konsequent schizophren – auch auf unserem Facebook-Profil gepostet. Und es kam, wie erwartet: Der Post hat auf wundersame nur halb so viele Nutzer erreicht wie unsere sonstigen Beiträge. Ist natürlich nur ein dummer Zufall.

Eigentlich sollte man ja annehmen, dass der Kackbratzenladen zumindest allen, die unserem Account folgen, alle Neuigkeiten in die Timeline stellt. Aber das ist offenbar nicht immer der Fall.

So ein Verhalten ist nicht nur ausgesprochen kackbratzig, es sorgt auch nicht eben für eine gesunde Vertrauensbasis zwischen Anbieter und Kunden. Ja, Kunden. Schließlich sieht Facebook alle Bands als potenzielle Kundschaft, die bei ihnen Geld für Werbung bezahlen könnte. Ist ja prinzipiell richtig: Wir sind dort, um Reichweite zu bekommen, um möglichst vielen Menschen mitzuteilen, wenn es bei uns neue Musik gibt.

Dass dabei aber völlig intransparent bleibt, welche unserer Posts wie viele und welche Leser erreichen – suboptimal. Unser Eindruck ist: Facebook geht recht eigenwillig mit solchen Infos um. Ist ja auch mit Videos so: 2014 wuchs plötzlich die Zahl der Videos, die Facebook-Nutzer* „anschauen“, sprunghaft an. Was war passiert? Facebook hatte seine Technik umgestellt: Wurde ein Video vorher erst dann angezeigt, wenn man auf den Play-Button klickte, starteten die Videos nun automatisch, auch wenn man nur vorbeiscrollt. Der Kundschaft wurde erzählt: Seht her, so erfolgreich sind unsere Videos. Wie viel die Vorbeiscrollenden von dem Film wirklich mitbekommen, weiß kein Mensch verlässlich. (Die Kriterien, unter welchen Bedingungen ein angelaufenes Video tatsächlich als „gesehen“ gezählt wird, unterscheiden sich sogar innerhalb des Facebook-Reichs.)

Zugegeben, unsere Erfahrung ist dafür nur ein kleines Beispiel. Aber irgendwie erkennen wir hier ein Muster. Wem Facebook was zeigt, das entscheidet Facebook, klar. Aber die Richtschnur dafür ist weder das Interesse der Nutzer noch das der Werbekunden. Entscheidend ist immer nur, was Facebook nutzt.


* Ist ja irgendwie auch lustig, dass immer von Facebook-Nutzern die Rede ist. Wir lesende, videoschauende, katzenbildguckende und chattende „Nutzer“ sind ja eigentlich nur die Ware, die Facebook an Werbetreibende verkauft.