Rund 48 Stunden war diese unsere wunderbare Website nicht erreichbar. Ein Desaster. Wir werden hier aber nicht eine allgemeine Entschuldigung an all jene aufschreiben, die unser Blog in diesen bangen Stunden vergebens aufsuchten. Vielmehr werden wir die drei persönlich ansprechen. (Die Blumen gibt’s aber nur hier.)
Autor: Don Camisi
Jetzt schon auf das Fest vorbereiten

Im Baumarkt unseres Vertrauens werden die ersten PVC-Christbäume feilgeboten. Überhaupt glauben heute ja viele, dass der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober eigentlich den offiziellen Beginn der Weihnachtszeit markiert. Glühweinwetter haben wir derzeit sowieso.
Da auch Ihr also gewiss bereits knietief in Festtagsvorbereitungen steckt, sei dieser hilfreiche Hinweis erlaubt: Unser wunderbarer Weihnachtsknaller vom letzten Jahr, die Single „Wonderful X-mas Time“, ist beim Streamingdienst Amazon Music ins Prime-Programm aufgenommen worden.
Sprich: Wer Prime-Kunde ist, kann den wahrscheinlich besten Weihnachtspopsong aller Zeiten ohne Extrakosten streamen. Bei Spotify und Apple Music geht das ohnehin schon. Kaufen dürft Ihr natürlich auch.
Wir wünschen ein frohes Fest!
Publikumstest
Eins ist schon mal sicher: Einjährige Kinder lieben den Titeltrack unseres kommenden Minialbums. Haben wir gerade empirisch überprüft. Die Testperson fordert mit dem Beginn des Liedes, sofort zum Tanzen getragen zu werden.
Jetzt muss das bei allen anderen Zielgruppen nur noch auch so sein.
Noch zensiert

So allmählich können wir ja ein klein wenig den Vorhang lüften, zumindest die untere linke Kante. Bisher haben wir zwar von den meisten Songs unseres kommenden Mini-Albums Hörproben bereitgestellt. Aber beim Titel-Track tun wir noch ein bisschen heimlich. Wir verraten bis zum Erscheinen nicht, wie er heißt. Immerhin: Wir haben schon erwähnt, dass er einen Kompagnon hat. Dabei handelt es sich um ein zweites Lied, das auch mit der EP erscheint, und das auf die Titelnummer Bezug nimmt.
Von unserer Geheimniskrämerei lassen wir uns nicht abbringen – aber hier gibt’s neue Hinweise: Das Stück, dass den Titelsong begleitet, wird irgendwie ein bisschen irisch. Und hier seht Ihr die passende Illustration, fast in ihrer ganzen Pracht. Das zweite Wort vom Titel haben wir geschwärzt, wie Ihr das ja schon aus gängigen TTIP-Entwürfen oder BND-Akten kennt. Übrigens verdanken wir das stilechte Foto dem Journalisten Frank Patalong. Aber dazu schreiben wir bei anderer Gelegenheit mehr.
Denn das isses schon für heute. Aber Ihr könnt ja, damit es in der Zwischenzeit nicht langweilig wird, in die Hörproben der anderen Songs reinlauschen: Den Deutschrap „Loser 96“, den Punk-Brecher „Dumme Menschen“ und die Barjazz-Ballade „Wir lassen die Puppen tanzen“.
Auf der Zielgeraden

Mann, Mann, Mann. Einen Monat lang haben wir nichts von uns hören lassen. So hatten wir uns das eigentlich nicht gedacht.
Aber wir waren nicht untätig. Sind gerade in der Feinabstimmung des letzten Tracks. Und dann heißt es in wenigen Tagen: Sechs von sechs Stücken sind fertig.
Von den letzten beiden wird es auch keine Vorschau geben. Die zeigen wir Euch, wenn wir das Mini-Album präsentieren. Denn es handelt sich um den Titeltrack und seinen Kompagnon.
Um die Zeit zu überbrücken, zeigen wir einen Lamborghini aus der Zeit, als das noch geile Autos waren und keine designverkrüppelten Penissurrogate für überfinanzierte Pseudorebellen. So, das musste mal gesagt werden.
Wir lassen die Puppen tanzen
Okay, wahrscheinlich habt Ihr das für leeres Gewäsch gehalten. Wir haben ja schon immer gesagt, dass unser Minialbum so abwechslungsreich wird wie bei anderen Bands die Best-of-Zusammenstellung. Ab heute kann kein Zweifel mehr daran bestehen.
Denn wir haben unsere nächste Nummer fertig: „Wir lassen die Puppen tanzen“. Oben ist eine Hörprobe verlinkt – das ganze Stück gibt es demnächst auf unserem Mini-Album.
Von dessen sechs Stücken sind nun vier fertig gemischt. Und drei davon könnt Ihr schon auszugsweise hören – bereits das ist so kunterbunt wie es nur geht: „Loser 96“ ist eine Hiphop-Nummer, „Dumme Menschen“ ist der blanke Punk und „Wir lassen die Puppen tanzen“ ist feinster Barjazz, wie er sonst nur an brasilianischen Strandbars würdig gespielt wird.
Unsere Fans aus Jugendzeiten könnten sich entfernt erinnern: Das Stück haben wir früher live intoniert, aber in einem völlig anderem musikalischen Setup, mit Sprechgesang à la Beastie Boys. In der neuen Fassung finden wir es viel folgerichtiger, eine Männer-Melancholie, die sich über drei Generationen erstreckt. Die Lead Vocals und alle Backgroundstimmen singt Off Topic, als Gast ist der Saxofonist Christian Maaser mit einem samtigen Solo dabei.
Pro-Tipp: Auf die Nummer kann man gut tanzen, zum Beispiel Rumba oder Cha-cha. Wir hoffen, Euch gefällt’s.
Das ist unsere Plattenfirma

Wir sagen unseren Kindern auch immer: Es ist nicht schlimm, sich von jemandem helfen zu lassen. Die Antwort lautet meist: „Alleine!“ Und dann soll es ohne Hilfe gehen.
Im Prinzip haben wir es mit unseren paar Veröffentlichungen – noch ist es nicht mal eine Handvoll – bisher ähnlich gemacht: Wir machen alles selbst, und nur, weil man ohne einen Musikvertrieb keine Chance hat, überhaupt in die Downloadstores dieser Welt zu kommen, haben wir mit YouTunez unseren einzigen Dienstleister. Doch nicht mehr lange.
Denn – Trommelwirbel – we are happy to announce, dass wir in Zukunft von dem Label Éclaire vertrieben werden. Das gilt auch schon für unser Mini-Album, das derzeit im Anrollen ist.
Das Ganze müsst Ihr Euch nicht allzu klassisch vorstellen, nicht mit mondänen Plattenmanagern, die das Geld der Fans mit eigenen Learjets verjubeln und ansonsten damit beschäftigt sind, das Mobiliar in den Hotels zu ersetzen, in denen ihre Bands übernachtet haben. Éclaire ist „das Forum für Unerhörtes“ der kleinen Lüneburger Plattenfirma CEC Records. Und das Personal der Plattenfirma können wir hier komplett aufzählen, das ist nämlich der Michael (Jaeckel) und der Sven (Bergmann), zwei Musikproduzenten, die versuchen, Klänge aus den Nischen hörbar zu machen. Kein Learjet.
„Forum für Unerhörtes“ – da fühlen wir uns zu Hause. Bei Éclaire gibt es noch nicht so viele Hörbeispiele, aber das werden auch wir bald ändern. Bei anderen Labels von CEC gibt es schon ein bisschen mehr zu erlauschen, also bei Conditura (Klassik und Jazz) und Colddog (Pop und Rock). Hört doch mal rein, bei CEC gibt es viel zu entdecken.
Michael (auf dem Foto übrigens rechts) und Sven (folgerichtig links) werden uns künftig helfen, unsere Aufnahmen allen nahezubringen, die Spaß an Musik und Satire haben. Für Euch ändert sich dabei im Prinzip nichts: Unsere nächsten Produktionen werden digital erhältlich sein, in allen Downloadstores, bei denen Ihr sonst auch kauft, also zum Beispiel iTunes, Amazon oder Google Play. Zusätzlich werdet Ihr sie aber auch im Shop von CEC bekommen, was unter anderem den Charme hat, dass Ihr nicht unbedingt bei einem der üblich-verdächtigen Großkonzerne einkaufen müsst. Aber dazu später mehr.
Jedenfalls: Wir freuen uns riesig auf die Jungs von Éclaire und lassen uns gerne helfen.
Eine ganz starke Trostfloskel

Wir sagen’s, wie es ist: Das wird nix mehr mit dem Termin. Wir hatten ja versprochen, dass unser Mini-Album in der ersten Jahreshälfte erscheint. Wer jetzt mal verschämt auf den Kalender linst, erkennt messerscharf: Das kann gar nicht mehr klappen.
Aber hey, macht das mal nach. Mini-Album und nebenher auch noch das ganze Leben und so.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, um mal eine ganz starke Trostfloskel aus dem Plattitüdenkoffer zu kramen. Wird schon noch, wir halten Euch auf dem Laufenden.
Das auf dem Foto ist übrigens „Fountain“, eine Ready-made-Skulptur von Marcel Duchamp. Aber nicht das weltberühmte Original, sondern der Nachbau von Nathan Sawaya – aus Lego-Steinen. Also ganz knapp vorbei. Wie unser Termin. (Und ja, das ist eine Pinkelschüssel. Das ist ja auch irgendwie symbolisch.)