Könnt Ihr nichts anderes?

War wohl ein bisschen viel Volksmusik bei uns in letzter Zeit. Tatsächlich sind wir schon für eine echte Volksmusikgruppe gehalten worden. Das war als Kompliment gemeint.

Naja, jedenfalls wollen wir anlässlich dessen darauf hinweisen, dass wir noch ganz andere Musik gemacht haben, und davon eine ganze Menge. Oben seht Ihr die Cover aller unserer Veröffentlichungen – klickt mal drauf, dann gibt es Großansichten. Detaillierte Infos dazu findet Ihr in unserer Diskografie.

Wenn man allein die Songs aus der oberen Reihe nimmt, kommen wir auf diese Stilrichtungen: Volkstümliche Musik, Weihnachtspop, Funk, C64, Rock, Irish Folk, Hiphop, Punk, Barjazz.

Nicht übel, oder? Hier könnt Ihr in alles mal reinhören.

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„Heimat“ – unsere neue Single ist da!

Cover Heimat klein

Es ist wichtig, sich auf die Heimat zu besinnen. So, wie sie sein soll, so, wie sie immer war: Mit Dreivierteltakt. Mit einem Madl, das a Sünd’ wert ist. Mit einem Herrgott, der die Geschicke lenkt. Mit einer jahrhundertealten Tradition, die es heute nur noch im volkstümlichen Schlager gibt. Und die es auch früher eigentlich nur dort gab. Dazu: Autobahnen.

Deswegen heißt unsere neueste Produktion „Heimat“. Sie ist gerade frisch bei éclaire records erschienen und über alle bekannten DownloadLäden und StreamingAnbieter erhältlich. Und zwar gleich als Single mit drei Tracks (sowas geht nur digital).

Das Titelstück gibt es auch als Karaoke-Version, um eine zünftige Hüttengaudi zu befeuern. Dazu gibt es den extra langen Video-Edit unseres Stücks „Rebell“ obendrauf, den man bisher tatsächlich nur im zugehörigen Musikvideo hören konnte. Weil er passt. Und die selbe Tonart hat. (Whoo-hoo, ein Konzeptalbum!) Und weil er gerade da war.

Das Beste kommt aber noch: Zeitgleich mit der EP veröffentlichen wir das Musikvideo zu „Heimat“. Am besten, Ihr schaut es Euch gleich hier an.

Wir haben das Video an Originalschauplätzen in der Rhön gedreht. Sie wurden sorgfältig ausgewählt nach einer aufwändigen Zielgruppenanalyse, wonach unsere elf norddeutschen Fans keine Filme sehen wollen, in denen die Alpen eine tragende Rolle spielen. Autobahnen und Benzintanks dagegen mag jeder gern.

Nun dreht Euch mit uns, im Walzerschritt – viel Spaß und pfiat eich!


Trackliste:

  1. Heimat
  2. Rebell (Video Edit)
  3. Heimat (Instrumental)

Lichtblick mit Akkordeon

Quetsche bearbeitet

Wir geben noch einen letzten fotografischen Hinweis, in welche Richtung unser nächstes Projekt geht: Ein Akkordeon, auf heimischer Scholle, im verklärenden Gegenlicht…

Keine Sorge, wir werden nicht mehr lange rätselhaft rummunkeln, denn bald schicken wir unsere neue Musik in die Welt – einschließlich Video.

Was ist DAT denn?

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Aus unserer beliebten, aber von einem Massenpublikum weitgehend unbeachteten Reihe „Datenträger, die keine Sau mehr kennt“: Das ist neulich beim Aufräumen aufgetaucht.

Eine Musikkassette? Nein, das Ding ist deutlich kleiner und wird, wie (die ebenfalls ausgestorbenen) Videokassetten nur von einer Seite abgespielt. Es handelt sich um ein DAT, ein Digital Audio Tape. Der Clou: Trotz Tonband wird die Information digital gespeichert, und zwar in deutlich höherer Auflösung als auf CDs. Qualitativ waren DATs so gut, dass sie jahrelang für Profis die Tonträger der Wahl waren. Heute hat man großes Glück, wenn noch jemand ein Abspielgerät dafür hat.

Wir haben auf dieses Exemplar 1994 mehrere Studioaufnahmen gemastert, die wir auf diesen Mehrspurbändern aufgenommen hatten. Wichtiger noch: Dieses Band zeichnete  unseren historischen Liveauftritt im Eberner Rathaushof am 27. Juli 1996 auf. Die besten Aufnahmen davon sind zwei Jahre später auf unserer Live-CD erschienen.

Als wir noch radioaktiv waren

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Irre, nicht wahr? Wir haben tatsächlich nochmal so ein altes Tape gefunden, mit dem wir in den 90ern unsere Musik aufgenommen haben. Auf dem Acht-Spurband haben wir damals – so roundabout 1996 – das Stück „Radioaktiv“ produziert, eine geradezu epische Geschichte über Leute, die zwanghaft Radio hören müssen. Echt jetzt. Das Stück ist dann später auf unserer Comedian-Ryhthmist-CD (siehe hier in unserer Diskografie) erschienen.

Süß auch: In der Box steckte auch der Spurbelegungsplan (oben), mit dem wir akribisch ausgetüftelt haben, welches Geräusch und welcher Gesang an welcher Stelle auf welche Spur aufgenommen werden muss – schließlich ist Platz auf so einem Band eine knappe Ressource. Und ein Mischplan (unten), in dem drinsteht, an welchen stellen beim Überspielen aufs Masterband die Regler verändert werden müssen, ist auch dabei. Ein Mischpult, das sowas automatisch macht, konnten wir uns damals nicht leisten. (Heute auch nicht, aber weil Computer das genauso gut und viel billiger können, ist das nicht mehr schlimm.)

Sag zum Abschied leise „Leukoplast“

Cover Leukoplast Spielzeugtrabi

Ihr Lieben, das fällt uns jetzt nicht leicht: Wir nehmen Abschied, von unserer allerersten kommerziell erwerblichen und allüberall streambaren Single „Leukoplast“. Die wunderbare 90er-Jahre-Techno-Pop-Hymne auf den Trabbi, auf den verständnislosen Westen und auf den Mauerfall, sie steht nur noch bis etwa Mitte Oktober in den Downloadstores, zum Beispiel bei Google, Amazon oder Apple Music.

Das ist ja entsetzlich, werdet Ihr sagen, warum tut Ihr etwas so herz- wie stilloses?

Nun, ganz einfach: Als unsere erste Single haben wir „Leukoplast“ noch bei dem Musikvertrieb YouTunez rausgebracht. Ganz netter Laden, hat schon gepasst, damals. Inzwischen haben wir es aber viel besser: Wir sind bei einem richtigen Label, bei den famosen Jungs von Éclaire. Und wir haben uns entschieden, in Zukunft nicht mehr zweigleisig zu fahren, die Verträge mit YouTunez lassen wir auslaufen.

Die gute Nachricht: „Leukoplast“ kommt wieder. Wir werden das gute Stück an passender Stelle wieder anbieten. Wann, das wissen wir selbst noch nicht so genau. Aber die Voraussetzung dafür ist, dass es erst aus dem YouTunez-Katalog genommen wird – doppelt am Markt geht nicht.

Deswegen: Hört „Leukoplast“ noch, so lange es geht, Wir wissen schließlich noch nicht, wie lange die Durststrecke sein wird.

 

Zwei unerhörte Songs!

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Es gibt sie wirklich. Wir haben unsere verschollenen ersten Tapes wiederentdeckt, hinten links im Bernsteinzimmer. Ein schweres, analoges 16-Spur-Band, auf dem wir unsere ersten beiden Studioproduktionen gemacht haben, 1994 und 1995, auf einer Teac-Bandmaschine.

Die Songs sind acappella, für den einen haben wir nur 8 Spuren gebraucht, für den anderen 6, so passen beide nebeneinander drauf. Tapes waren teuer!

Damals nannten wir uns noch „Comedian Rhythmists“. Die Aufnahmen fanden wir ganz schön aufregend, das hat uns diebischen Spaß gemacht. Dennoch werdet Ihr diese Produktionen nie zu hören bekommen, sorry. Denn nichts davon würden wir heute genauso machen. Das sagen wir völlig frei von Bitterkeit: Ist doch schön, wenn man dazulernt.

Insofern gut, dass wir das Band wiedergefunden haben. So kann es niemand leaken und als Bootleg herausbringen – nicht auszudenken.