Oh Happy Cactus

Ihr gehört zu den Unglücklichen, die uns damals noch nicht kannten, als wir uns noch „Comedian Rhythmists“ nannten? Und die kein Exemplar von unserer wunderbaren Live-CD „Kaktus“ kaufen konnten, die wir Ende 1998 produziert haben?

Von Zeit zu Zeit zeigen wir Euch hier, was damals so drauf war, auf der Scheibe. Diesmal: „Oh Happy Cactus“. Ja, das ist eine englische Version von „Mein kleiner grüner Kaktus“. Von dem Stück haben wir damals diverse Genreparodien gespielt, unter anderem als Blues, als Renaissance-Madrigal und als A-cappella-Techno-Track, selbstverständlich alles selbst geschrieben. Zu diesem Zyklus gehört „Oh Happy Cactus“ – als Gospel-Fassung.

Die Aufnahme ist roundabout 1996 entstanden, als Zugabe bei einem Auftritt in der Disharmonie in Schweinfurt, wie man an einer Stelle sogar deutlich hören kann. Ebenso, wie man hört, dass wir eigentlich schon ein ganzes Konzert hinter uns haben.

Wir hoffen, Euch macht das alte Live-Schätzchen viel Spaß. Den Blues aus dem Kaktus-Zyklus habt Ihr ja leider verpasst, den gab es als exklusiven Bonus für alle, die unsere EP „Rebell“ vorbestellt haben. Dafür immer noch erhältlich, ebenfalls live und ebenso alt: das Stück „Hip Hop Helau“.

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Unsere Hitparade

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Welches Stück von uns gefällt Euch am besten? Wenn die Zahl der Downloads und Streams darauf eine Antwort gibt, dann haben wir sie (also, die Antwort). Hier ist die Kaktus-Klub- Hitparade der vergangenen 12 Monate:

  1. Wonderful X-mas Time (Genre: Pop)
  2. Irish Rebel (Nachträglich komponierte Originalversion) (Folk)
  3. Rebell (Rock)
  4. Leukoplast (Techno)
  5. Dumme Menschen (Punk)
  6. Wir lassen die Puppen tanzen (Jazz)
  7. Loser 96 (Hiphop)

Offen gestanden sind wir ein wenig überrascht, wie gut „Irish Rebel“ ankommt – das ja nur eine langsamere und (kind of) englisch betextete Version von „Rebell“ ist. Aber vielleicht ist Folk ja gerade in Mode, und wir kriegen es nur mal wieder nicht mit.

Gemessen haben wir übrigens kurz vor der Veröffentlichung unseres neuen Musikvideos „Dumme Menschen“. Mal sehen, vielleicht sorgt der Film dafür, dass das Stück noch ein paar Plätze gutmacht.

P.S.: Was soll das Foto? Ganz klar, das ist ein Chartverlauf. Äh, ja. Spiegelverkehrt. Oder so.

Foto: M. Kaufmann

Als wir die Originalversion hinterher einfach selbst komponiert haben

Zugegeben, der Titel ist ein bisschen merkwürdig: Das zweite Stück unserer EP heißt „Irish Rebel“ und hat dann einen Zusatz in Klammern: „Nachträglich komponierte Originalversion“. Und die Konstellation ist auch komisch: Gleich nach „Rebell“ kommt also „Irish Rebel“, mit der gleichen Melodie, nur in einem ganz anderen Arrangement, viel langsamer, in einer anderen Tonart. Wie kommt es dazu?

Nun, wenn wir mal annehmen, dass der Track „Rebell“ die Rockversion eines traditionellen irischen Folksongs ist (was nicht stimmt) – wie müsste die dann klingen? Als Antwort haben wir die Nummer gleich auch noch geschrieben. Das Original. Hinterher.

„Irish Rebel“ ist zusammengestellt aus lauter fremden Textzeilen. Sie stammen aus echten irischen Folksongs. Die wir Deutschen oft so stereotyp singen. Im Ernst sollte man das in aller Regel den Iren überlassen (wir empfehlen The Chieftains als Einstiegsdroge). Und im Spaß singen wir diese Nummer, so irisch wir können (was nicht allzu irisch ist).

Tatsächlich wollten wir das Stück ursprünglich als Preorder Bonus anbieten, für alle, die unser Mini-Album „Rebell“ vorbestellt haben. Aber das sind natürlich gar nicht viele Leute. Und als „Irish Rebel“ fertig war, gefiel uns diese sinnfrei wehmütige Nummer so gut, dass wir sie einfach allen unseren Freunden zukommen lassen wollten. Deswegen haben wir sie mit ins Programm des Mini-Albums genommen haben, für alle Hörer erreichbar. Wie findet Ihr sie?

Foto: Frank Patalong