Viel Spaß beim Oktoberfest!

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Heute beginnt das Münchener Oktoberfest. Lasst es ordentlich krachen auf der Wiesn – und auf dem Heimweg hört Ihr „Heimat“ in der Karaoke-Version. Besser geht’s net!

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Der heimliche Star von „Heimat“…

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…ist ein PC, der zumindest teilweise zwanzig Jahre alt ist. Intel Core-2-Duo-Prozessor, zwei Gigabyte RAM und drei geräuschgedämmte Festplatten – die Kiste hat unser Technikmann Andreas damals selbst zusammengelötet. Einschließlich eigenem Gehäuse mit handgebohrten Luftlöchern.

Aber das Ding läuft, noch heute. Sonst hätten wir mit der Produktion von unserer Single „Heimat“ nämlich glatt von vorne beginnen müssen.

Tatsächlich handelt es sich dabei teilweise um ein altes Lied. Klar, man hört ihm das nicht an. Volkstümliche Schlager, das muss auch das dinstinguierteste Feuilleton zugeben, sind zeitlos.

Geschrieben haben wir „Heimat“ schon in den Mittneunzigern, und wir haben es unzählige Male live vor Publikum gespielt. Oft auch ein zweites Mal pro Abend, als Zugabe. Später dann haben wir „Heimat“ eine unserer ersten Studioproduktionen gewidmet, zünftig mit einem Yamaha DX7 als Keyboard. Und eben auf diesem PC. Vor rund zehn Jahren wurde er durch einen neuen ersetzt.

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Alte Möhre im Einsatz (gemeint ist der Computer)

Als wir „Heimat“, unseren volkstümlichen Schatz, nun doch endlich mal veröffentlichen wollten, stellte sich die bange Frage: Wird der alte Rechner, auf dem die Produktion ihren Dornröschenschlaf verbracht hat und den wir aus einer staubigen Abstellkammer bergen mussten, noch einmal starten? (Wir hatten die Episode schon in einem anderen Blogpost kurz angedeutet.)

Würde der PC noch laufen, mit seinem alten Windows-XP-System? Das musste er nämlich: Wir wollten an „Heimat“ ein paar Änderungen vornehmen, unter anderem die Melodie weiter vereinfachen.

Und tatsächlich, die alte Möhre spielte mit. Die Lead Vocals, das Akkordeon und ein paar Keyboard-Sounds haben wir im Frühjahr 2018 neu aufgenommen – ohne, dass wir die alten Daten auf einen neuen Rechner übertragen hätten. Dabei spielte der Computer problemlos auch mit einer neueren Vorverstärker-Soundkarte zusammen. Die Kiste ist nicht ein einziges Mal abgestürzt.

Und das macht sie zum Star.

Lichtblick mit Akkordeon

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Wir geben noch einen letzten fotografischen Hinweis, in welche Richtung unser nächstes Projekt geht: Ein Akkordeon, auf heimischer Scholle, im verklärenden Gegenlicht…

Keine Sorge, wir werden nicht mehr lange rätselhaft rummunkeln, denn bald schicken wir unsere neue Musik in die Welt – einschließlich Video.

So schön ist‘s daheim

Heute möchten wir Euch eine der pittoresken Kulissen aus unserem kommenden Musikvideo vorstellen.

Dies ist unser Lieblingstank. Er ist himmelblau, fasst etliche Zentilliarden Liter Diesel und steht malerisch an einem Feldrand in Bayern.

Wird Euch bei dem Anblick nicht auch ganz warm zumute? Warm wie einer Glühkerze in einem turbogeladenen Hightechdieselmotor?

Was könnte besser unser Heimatland symbolisieren, als der Treibstoff der Schlüsselindustrie des vorigen Jahrhunderts? Als das Gebräu, das den Dieselskandal erst möglich machte?

Eben. Also.

Geht übrigens gut voran mit dem Video und dem zugehörigen Song.

Mini-Album oder EP?

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Unsere neueste Veröffentlichung, „Wonderful X-mas Time“, bezeichnen wir als EP. Das Release davor, „Rebell“, nennen wir Mini-Album. „Wonderful X-Mas Time“ hat vier Tracks, „Rebell“ sechs. Was ist der Unterschied zwischen EP und Mini-Album?

Für die Musikläden, in denen Ihr unsere Stücke laden oder streamen könnt, ist das eh alles das gleiche, nämlich eine EP. Die Abkürzung steht für „extended play“, ausgehend von der Single, die in analogen Zeiten zwei Stücke hatte, heute – ohne B-Seite – nur noch eins. Demgegenüber ist die EP eben extended, also erweitert. Sie hat aber weniger Songs als eine LP – kurz für „long play“ –, zu der man auch „Album“ sagt.

Also: Vertriebstechnisch ist eine Handvoll Songs immer eine EP, das Mittelding zwischen Single und Album.

Aber „Rebell“ ist für uns ein kleines Album, ein buntes Programm von Songs, von denen jeder für sich steht, die aber auch mit Bezug aufeinander ausgewählt wurden. Deswegen sprechen wir von „Mini-Album“.

Eine EP ist anders gedacht, das ist eine verlängerte Single. Meist steht ein einzelnes Lied im Vordergrund, die anderen sind Ergänzungen, oft handelt es sich sogar um verschiedene Versionen der selben Komposition.

Das entspricht eher unserer „Wonderful X-mas Time“. Es gibt den Titel-Track, der das Thema definiert, und von dem zusätzlich eine Maxi-Version zum Programm gehört. Und daneben gibt es zwar mit „Das Christkind kommt“ einen Track, den wir definitiv nicht als B-Seite betrachten (wir mögen das Stück sogar sehr gerne). Aber mehr eben eigentlich auch nicht. Ja, es gibt da noch „Bescherung“, ein Track, über den wir uns freuen wie über einen geglückten Klingelstreich. Aber er ist auch sehr kurz und wirklich nichts zum Mitpfeifen.

Eine liebevoll und monothematisch erweiterte Single mit Bonus, das ist „Wonderful X-mas Time“. Eine EP. Und deswegen ja auch günstig zu haben.

Grafik: BeLight Software