Mit dem gebotenen Ernst

Liebe Gemeinde, blicken wir den Tatsachen ins Auge: Bald ist Weihnachten. Die Radios im ganzen Land geben ein trostloses Klangbild ab. Kitsch, wohin man auch hört. Deswegen haben wir für Euch auf Spotify eine Playlist zusammengestellt, mit der es auch an den Festtagen ordentlich knallt. Viel Spaß damit!

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Gesammeltes Werk

Übrigens gibt es von (fast) allen Stücken auf unserem Mini-Album „Rebell“ Hörproben. (Nur deshalb fast, weil die kleine Reprise des Titelsongs, die das Album abschließt, nicht dabei ist; die ist aber auch keine halbe Minute lang.) Ganz hören könnt Ihr es bei Spotify oder Apple Music, zum Beispiel. Und wir haben auch nichts dagegen, wenn Ihr es kauft. Gibt’s bei allen Onlineläden, die Euch für Musik einfallen.

„Rebell“ ist da!

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Jetzt aber! Schon seit dem 11. November ist unser Mini-Album „Rebell“ regulär erhältlich. Und da sage einer noch, es gäbe keine guten Nachrichten dieser Tage.

Leider konnten wir die frohe Kunde nicht gleich angemessen in die Welt posaunen, denn unser Medienbeauftragter war krank (ist es immer noch – gute Besserung!). Aber das soll Euch schließlich nicht davon abhalten, unseren irren Genremix auf allen Kanälen zu hören. Zum Beispiel auf Spotify, iTunes oder Amazon.

In unserem Fall könnt Ihr auch direkt beim Label Éclaire kaufen – hier gibt es die Hörproben:

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Durch unseren kranken Medienmann hat sich so manche Aktion ein bisschen verzögert. Holen wir alles nach! Ihr werdet also in den kommenden Wochen noch einiges vom „Rebell“ erfahren, aus dem Mini-Album hören und – sehen…

Hauptsache, Ihr hört das Album. Lasst uns wissen, wie es Euch gefällt!

Dumme Menschen

„Dumme Menschen“ – wir haben den dritten Track von unserem kommenden Mini-Album fertig gemischt. Und wir behaupten mal steil: Mit so einer Nummer habt Ihr nicht gerechnet. Hier gibt’s eine Hörprobe – das komplette Stück ist demnächst erhältlich, wenn unser Mini-Album erscheint.

Sonst sind wir ja eher funky unterwegs, oft hip-hop-lastig. Das zeigt ja auch ein anderes fertiges Stück, von dem wir Euch bereits eine Kostprobe gegeben haben, „Loser 96“.

Aber diesmal haben wir Punk gemacht. Laut. Auf die 12. Stinkt nach Bier.

Wir sind gespannt, wie Euch das gefällt. Wir haben immer mehr Spaß daran gefunden, je länger die Bastelei dauerte. Die beteiligten Verstärkertürme haben unsere Stromrechnung explodieren lassen. Und ein Tempo von 178 BPM spielen wir sonst nur, wenn wir angeschnallt sind. Dazu eine Premiere: Das ist unser erster Studiosong (naja: Garagensong), bei dem Helmut die Lead Vocals hat. Und erstmals spielt er nicht nur alle Gitarren, sondern auch gleich noch den Bass. Live hat er die Nummer schon getestet, bei einem Solo-Auftritt. Ging ab.

Also Volume hoch und los. Viel Spaß damit.

Update 24. Juni 10 Uhr: Als wir heute kurz nach Mitternacht diesen Blogeintrag livegeschaltet haben, kannten wir das Ergebnis des Brexit-Referendums noch nicht.

Richtig Spaß an der falschen Musik

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Musik macht Spaß, egal wie beschissen sie ist. Das ist ein Paradoxon, das uns seit mindestens zwanzig Jahren immer wieder begegnet.

Unser Zugang zur Musik ist ja ein humoristischer, und in vielen Fällen sind unsere Stücke Stilparodien. Noch zu unserer Zeit als Liveband haben wir uns deshalb immer wieder Stile vorgeknöpft, die wir persönlich entsetzlich fanden – einfach, weil sie leichte Ziele sind. Zum Beispiel Country, Volkstümlichen Schlager, Techno. Und immer haben wir dabei die Erfahrung gemacht: Wenn man sich einigermaßen ernsthaft mit dem jeweiligen Genre beschäftigt – und das muss man, wenn man es überzeugend persiflieren will -, dann stellt sich nach einer Zeit Freude ein. Und zwar keine hämische Freude über die bösen Treffer, die man so landet, sondern ehrliche Freude am Musizieren.

Das ist immer wieder irritierend und tröstlich zugleich. Irritierend, weil wir doch eigentlich vorhatten, den Stil doof zu finden (und das bei der Mehrzahl der Beispiele auch weiterhin tun). Tröstlich, weil man so selbst in diesem entlegenen Winkel des Klanguniversums das vorfindet, was Musik ausmacht: good vibes.

Derzeit erleben wir das mit einer ziemlich punkigen Headbop-Nummer, die wir für unser Mini-Album abmischen. Nicht, dass Punk per se übel wäre. Aber was wir da vorbereiten, ist schon ein Klopper: Ausgesprochen schlicht, meldodiefrei, schrammelig, auf die Zwölf. Dennoch: Schon nach den ersten Takten haben wir alle das Bedürfnis, wild dazu herumzupogen. Irre.

Wir können nur hoffen, dass es Euch ähnlich geht, wenn der Song fertig ist. Ansonsten ist halt der Text noch ganz witzig, obschon ziemlich dada.

Bei Nichtgefallen: Wir suchen uns ja weiter neue Stile, immer wieder. (Wer sich noch an unsere Liveauftritte erinnert: Was hieltet Ihr davon, wenn wir die Volksmusik-Nummer mal im Studio aufnähmen? So richtig schön fett und silbereisenselig?)

Außerdem spielen wir ja auch Genres, die wir auf Anhieb mögen. Unsere Hip-Hop-Nummern, beispielsweise. Und wir versprechen: Sollte sich eines Tages bei einem Track mal nicht dieser paradoxe Spaß an der falschen Musik einstellen (oder der einfache Spaß an der richtigen), dann werden wir Euch damit erst gar nicht behelligen. Denn da sind wir uns mit Tony Marshall richtig einig: Ein bisschen Spaß muss sein.

Und nu?

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Also gut, fragt Ihr uns immer wieder, Ihr habt also jetzt diesen komischen Weihnachtssong gemacht. Davor diese Technonummer mit dem Trabi, jaja. So weit so gut. Und irgendwie habt Ihr auch noch eine alte Liveaufnahme hier auf Eure Website gestellt, danke dafür. Aber was genau habt Ihr jetzt eigentlich vor? So (und genau so) fragt Ihr uns, und Ihr macht dabei ein ganz investigatives Gesicht, so wie Columbo, wenn er eine völlig harmlos klingende Frage gestellt hat, von der er genau weiß, dass Sie den Verdächtigen in die Enge treibt.

Ein Tipp: Die beiden Knetmännchen in diesem Beitrag, sie geben keinerlei Hinweis. Zwar stehen sie symbolisch für unser Verständnis von guter Unterhaltung – immer schön bunt, Hauptsache tanzbar – , aber mit unseren weiteren Projekten hat das nichts zu tun.

Sollen wir wirklich schon etwas verraten? Oder lösen wir dann Spoileralarm aus? Und in der Folge eine Rasterfahndung, Hausdurchsuchungen, GSG-9-Einsätze, einen NSA-Geheimkrieg, der andauert, bis in den USA wieder Waterboarding erlaubt ist – mit unabsehbaren Folgen, vor allem für die Wasservorräte in Kalifornien?

Die Antwort auf so eine Frage kann nur lauten: Ja, ja, und nochmals ja.

Deshalb so viel: Nach unseren beiden digitalen Singles trauen wir uns an ein größeres Format. Wir werden eine digitale EP herausbringen, also ein Set von vier Tracks. Yessir, vier!  Dabei werden wir das musikalische Spektrum rasant erweitern. Nach Weihnachtspop und 90er-Techno bei den letzten Malen, gibt’s diesmal Folkrock und Hiphop, Punk und Bar-Jazz. Kein Scherz. Eine EP, so vielfältig wie bei manchen Bands nicht einmal das Best-of-Album. Und rappelvoll mit schrägen Texten und unerwarteten Soloinstrumenten.

So, das reicht jetzt aber. Nicht zu viel verraten, sonst kriegen wir am Ende genau die versprochenen Punkte nicht hin. Wir werden in den kommenden Wochen hier und da noch ein bisschen was erzählen, wenn wir sicher sind, dass es klappt. Zum Beispiel werden wir beim Publishing wohl einen neuen Weg wählen, das verhandeln wir gerade. Und dann können wir auch sagen, wann es soweit sein wird mit der EP. Joa, und ein paar Aufnahmen müssen wir auch noch machen, logisch.

So, nu isses raus.