Wir sind für Euch da, was auch immer das heißt

cactus-1842095_1920.jpgEs ist Coronakrise, und in dieser schweren Zeit müssen wir alle zusammenstehen, weil fast niemand mehr mit jemand anderem zusammenstehen darf. Und deswegen wollen wir Euch wissen lassen: Wir sind auch in dieser schweren Zeit für Euch da. Zum Beispiel, indem wir da sind. Und nicht woanders.

Außerdem werden wir uns in den kommenden Wochen noch total knorke Sachen für Euch einfallen lassen, mit denen Ihr die Langeweile in der schweren Zeit der Ausgangssperren, Isolationen und Quarantänen verkürzen könnt. Zumindest, wenn Ihr nicht schon total ausgelastet damit seid, die anderen total knorken Sachen zu machen, die sich Künstler, Vereinigungen und Firmen einfallen lassen, um Euch die schwere Zeit der Ausgangssperren, Isolationen und Quarantänen zu verkürzen.

Und mit denen sie Euer Postfach fluten, weil Ihr so unvorsichtig wart, beim letzten Kontakt vor etwa acht Jahren der Speicherung Eurer E-Mail-Adresse zuzustimmen. Nur um im Gegenzug diesen total knorken 4-Euro-Gutschein abzustauben. Den Ihr aber doch nie eingelöst habt, weil der erst ab einem Mindestbestellwert von 1499 Euro gilt und spätestens sechseinhalb Minuten nach der Anmeldung hätte eingelöst werden müssen.

Bei der Gelegenheit fällt uns ein, dass wir Euch daran erinnern wollten, zu Hause zu bleiben, je nach Façon mit dem Hashtag #stayhome, #wouldyoupleasecaretostayinside oder #staythefuckathomeyoufuckingsonsofafuckingbitch. Aber nicht mit palettenweise Klopapier.

Und zu Hause dann könnt Ihr all den total knorken Dingen nachgehen, die wir und andere Leute Euch so unter die hoffentlich nicht triefende Nase reiben, um Euch die Dings zu verkürzen. In dieser schweren Zeit.

Illustration von Pexels, Pixabay

„Aufgrund der Coronakrise…“

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Man kann ab und zu ein klein wenig dankbar sein für die Coronakrise. Nicht missverstehen: Die schweren Krankheitsverläufe sind furchtbar, und es ist entsetzlich, wenn Nahestehende zu den Opfern gehören.

Aber wenn es etwas Positives gibt, muss man es halt auch sehen: Die Pandemie sorgt derzeit dafür, dass Menschen weltweit Fünf gerade sein lassen. Und zwar in einem zuvor ungekannten Maßstab. Das Verständnis für die Unzulänglichkeiten der Mitmenschen ist geradezu grenzenlos.

Warum? Weil alles glaubhaft mit Corona begründet werden kann. Habt Ihr einen Lieferengpass? Corona. Bekommt Ihr einen Auftrag nicht schnell genug fertig? Corona. Wolltet Ihr eh demnächst ein paar der renitenten Wichte achtkantig rausschmeißen, die in Eurem Kleinbetrieb anstelle echten Personals die Räume vollpupen? Corona.

Die Begründungen – sogar ernstgemeinte und glaubhafte – für Unzulänglichkeiten aller Art beginnen derzeit ausnahmslos so: „Aufgrund der Coronakrise ist es uns derzeit leider nicht möglich…

  • …die Produktion aufrecht zu erhalten.“
  • …den Pitch rechtzeitig fertigzustellen.“
  • …Ihre Stelle fortzuführen.“

Groß hinterfragt wird das eigentlich nicht. Alle sind voll ausgelastet damit, Ihren Platz in unserer neuen Dystopie zu finden. Und es sieht jeder sofort ein, wenn jemand anderes sich ebenfalls schwertut.

Da stimmen wir dann mal ein: Aufgrund der Coronakrise können wir derzeit nicht garantieren, dass wir den avisierten Releasetermin für unser Album einhalten.

Ist im Weltvergleich eher einer der kleineren Schäden. Aber trotzdem blöd. Ein, zwei Studiotage fehlen uns noch, doch ob die Anreise klappt, steht in den Sternen, und der nächste Aufnahmetermin damit auf der Kippe. Werden sehen. Und halten Euch auf dem Laufenden, ab jetzt jeden Werktagabend direkt im Anschluss an das Briefing des Robert-Koch-Instituts.

Schöne Scheiße, oder? Wir wünschen Euch allen gute Gesundheit.

Illustration: Klaus Hausmann, Pixabay