Hip Hop Helau

Zum Karneval haben wir, ehrlich gesagt, ein zwiespältiges Verhältnis. Einerseits gehören wir nicht zu den Leuten, die jeden Witz gern mit einem Tusch markieren. Wer einen verpasst, muss halt den nächsten nehmen, wir machen ja genug.

Andererseits hatten wir unsere allerersten Auftritte – mit jeweils zwei Liedern – bei den Bunten Abenden der Eberner Karnevalisten, damals in den Mittneunzigern. Und dafür, dass wir uns dort ausprobieren durften, sind wir den Närinnen und Narren ehrlich dankbar. Zwar konnte niemand von denen unseren damaligen Bandnamen – Comedian Rhythmists – korrekt aussprechen, vor allem wenn unser Auftritt in der zweiten Hälfte des Abends lag. Aber das hat den Spaß eigentlich eher vergrößert.

Das ist die Vorgeschichte zu der Aufnahme, die wir Euch hier und heute schenken: „Hip Hop Helau“. Nur falls sich jemand wundert, wie wir zu einem waschechten Faschingsrap kommen.

Das Stück haben wir für einen unserer Karnevalsauftritte geschrieben, diese Liveaufnahme entstand aber Jahre später bei einem Open-Air-Konzert im Eberner Rathaushof, schätzungsweise 1997. Alles live, ohne Instrumente und ohne Tricks in der Nachbearbeitung. Sie ist auf unserer CD „Kaktus“ von 1998 erschienen. Da die aber nicht mehr ohne weiteres erhältlich ist (mehr Infos in unserer Diskografie), könnt Ihr den Track hier anhören, in voller Länge.

Sollte auch für Leute o.k. sein, die nicht in diesen Tagen dringend mal nach Köln oder Mainz müssen. Darauf ein dreifach donnerndes: Helau!

 

Lass‘ knattern

Jetzt, da Weihnachten vorbei ist, ist der Bedarf an unserem wunderbaren „Wonderful X-mas Time“ arg begrenzt. Eigentlich ein guter Zeitpunkt daran zu erinnern, dass es bereits vorher eine Studio-Single von uns gegeben hat: Die Trabi-Technopop-Hymne „Leukoplast“, erschienen 2014 zum 25. Jubiläum des Mauerfalls. Als speziellen Beitrag zur deutschen Einheit ist der ganze Track hier zu hören, für lau:

Außerdem, für alle die uns noch nicht so gut kennen: Ja, das Stück klingt völlig anders als „Wonderful X-mas Time“. Das ist kein Unfall oder Versehen. Das ist bei uns so. Die Tracks, die wir derzeit vorbereiten, versprechen wieder neue Stil-Mimikry. Alles andere wäre ja langweilig, oder?

Übrigens ist ja Besitzen immer schöner als Leihen. Wer den Song in seiner Mediathek haben (und nebenbei in besserer Qualität hören) will, kann ihn sich gerne bei iTunes oder Amazon laden. Echt jetzt: gerne. Haben wir voll kein Problem mit.

X-mas forever

Das haben wir nun davon: Wochenlang haben wir uns in liebevoller Verachtung nur ums Weihnachtsfest geschert – und nun fehlt uns ein echter Knaller für Neujahr. Hollywood lehrt uns: Wenn einem nichts Originelles einfällt, hilft Pathos. Von daher (und das ist wirklich ernst gemeint):

Für den Kaktus Klub war’s ein klasse Jahr, und das hat vor allem mit Euch zu tun. Danke, dass wir wieder für Euch spielen durften – und allen ein schönes Jahr 2016. Wir haben groovige Sachen vor.

Santa Claus zieht blank!

„…außerdem danke ich meiner Mutter, ohne die ich es nie hierher geschafft hätte.“ Der Animationskünstler ODE hat für uns ein absolut oscarreifes Musikvideo produziert, das die X-mas-Botschaft in… ähm: offenherzige Bilder übersetzt. Wir empfehlen unser Wonderful X-mas Video sehr zum Anschauen, Rumzeigen, Weiterempfehlen.

Kaktus Kristbaum

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Selig ein Landstrich, dem sich mehr als eine Tageszeitung widmet. Zum Beispiel Unterfranken. Nach dem „Fränkischen Tag“ hat sich jetzt auch die konkurrierende „Neue Presse“ unserer Geschichte angenommen.

Und schreibt so schöne Passagen wie diese: „Weihnachten ist ohne Maria unvorstellbar. Weihnachten ohne Mariah aber leider auch. Seit dem Abräumen der letzten Schokoosterhasen aus den Supermarktregalen begleitet uns ihr „All I Want for Christmas“ bis in die letzten Minuten des Heiligen Abends. […] Das muss nicht sein, findet der Kaktus Klub. Die ehemaligen Eberner entwerfen eine musikalische Alternative – ganz wie zu ihren Glanzzeiten als Comedian Rhythmists.“

Außerdem legt die Journalistin Tanja Kaufmann – die mit niemandem von uns verwandt oder verschwägert ist – die musikalische Botschaft unseres Stückes offen: „Einen Weihnachtssong zu komponieren geht einfacher als Plätzchenbacken. Man nehme eingängige Pop-Musik ohne große Höhen und Tiefen und schalte an der passenden Stelle eine Prise Schlittenschellen dazu.“

Das freut uns einmal mehr. Schade: Trotz aller Zeitungskonkurrenz verschwindet auch hier der Gesamtartikel hinter eine Paywall.

 

X-mas-Presse!

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Post aus der Heimat: Der „Fränkische Tag“ berichtet heute über „Wonderful X-mas Time“. Ganz besonders gefällt uns die Ortsmarke „Ebern/Hamburg“. In dem Artikel schreibt Sarah Dann: „Die vier haben ein Ziel: Satire statt Kitsch, „Wonderful X-mas Time“ statt „Jingle Bells“, witzig statt „auf Gedeih und Verderb harmonisch“. Den ganzen Text gibt’s hier (Pay-Artikel). Die schmeichelhafte wie prominente Erwähnung freut uns sehr.

Übrigens war es damals auch der „Fränkische Tag“, der als erste Zeitung einen größeren Auftritt von uns rezensiert hat, unser erstes eigenes Programm, noch 50 Minuten kurz, im Bamberger „Polarbär“. Aus der Kritik von Cornelia Daig-Kastura: „Die drei Studenten boten eine nahezu perfekte Show aus Musik, Kabarett und Comedy, für die sie stehende Ovationen ernteten.“

So, genug jetzt. Eigentlich wollen wir ja nur, dass Ihr „Wonderful X-mas Time“ gerne hört.